Impactsuspect » Fernsehen, Kino oder was sonst?
Sep
01
2008

Fernsehen, Kino oder was sonst?

„Nichts hält ewig.
Alles wiederholt sich.
Alles ist gleich.“

Sind diese Worte eher optimistisch oder pessimistisch. Bei einer vielleicht nicht ganz repräsentativen Befragung stimmten 100% der Befragten für pessimistisch, wobei der erste Satz noch als der optimistischste galt. Die beiden anderen Sätze zögen den ersten aber auch auf die pessimistische Seite, so hieß es weiter.

Aber ist das wirklich so? Ich sehe das anders. Einspruch, Euer Ehren!
Wenn alles nicht ewig währt, so ist das gut, denn die meisten Dinge, die einem im Laufe eines normalen Lebens so zustoßen sind eher negativ. Darum geht es ja immerhin beim Leben. Also auch das Schlimmste geht irgendwann und irgendwie vorbei.
Leider gilt das jedoch auch für die guten Sachen. Mehr noch: Wenn man die guten Sachen künstlich am Leben zu erhalten versucht, dann werden sie langsam aber sicher schlecht, wenn nicht gar ungenießbar. Wenn die Zeit einer guten Sache also vorbei ist, sollte man sie trotz Bedauern ziehen lassen.
Dieser eine Hinkefuß am ersten Satz hebelt der zweite jedoch aus. Wenn alles sich wiederholt, dann kommt das Gute auch wieder in der einen oder anderen Form. Besser noch: Man erkennt die Dinge die sich wiederholen als gut oder schlecht, wenn man sie schon mal erlebt hat, und das BEVOR man noch in sie involviert ist.
Durch die Wiederholungen hat man also die Chance, die Lehren, die man aus vergangenen Fehlern gemacht hat anzuwenden.

Im Grunde genommen ist der letzte Satz dann sogar überflüssig, wenn er einem nicht die warme Sicherheit der Vertrautheit deutlicher garantieren würde als der zweite es könnte.

Im Grunde genommen ist das Leben also wie Kino. Ich dachte zuerst es wäre wie Fernsehen, aber der Vergleich hinkt. Obwohl alles das gleiche ist, ist alles doch nie das selbe. Das Fernsehen bringt jedoch immer wieder die selben Sendungen, und wenn man statt dessen mal etwas im Fernsehen zu sehen bekommt, was nur „gleich“ ist, und eben nicht das selbe, dann wird immer ein ganz großer Zirkus drum gemacht. „Jetzt ganz neu! Deutschland-Welt-Universalpremiere im Free-TV!!“, heißt es dann. Stimmt doch gar nicht. Eine neue Verfilmung der Weihnachtsgeschichte von Dickens ist trotzdem nicht ganz neu. Kenn wir doch schon.
Trotzdem wird jedesmal ein großes Trara gemacht, wenn etwas neu verfilmt wird.

Im Kino ist das ganz normal. Filme wiederholen sich dort auch gern mal, jedoch eher selten wirklich die selben. Die gleichen laufen allerdings öfter. Als Neuverfilmungen.
Und so sind solche Wiederholungen wie im Leben: Mit neuer Besetzung, anderen Rollen, einem etwas anderen Plot und möglicherweise einem unvorhergesehenen Twist am Ende. Als Beispiel kommt mir da „Assault on precinct 13“ in den Sinn, oder „The Fly“.

Wo bleibt also noch Raum für Pessimismus? Nicht nur das Kino, sondern die ganze Welt is voll von dem Gleichen! Geht raus, und genießt es!

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Fernsehen, Kino oder was sonst?

„Nichts hält ewig.
Alles wiederholt sich.
Alles ist gleich.“

Sind diese Worte eher optimistisch oder pessimistisch. Bei einer vielleicht nicht ganz repräsentativen Befragung stimmten 100% der Befragten für pessimistisch, wobei der erste Satz noch als der optimistischste galt. Die beiden anderen Sätze zögen den ersten aber auch auf die pessimistische Seite, so hieß es weiter.

Aber ist das wirklich so? Ich sehe das anders. Einspruch, Euer Ehren!
Wenn alles nicht ewig währt, so ist das gut, denn die meisten Dinge, die einem im Laufe eines normalen Lebens so zustoßen sind eher negativ. Darum geht es ja immerhin beim Leben. Also auch das Schlimmste geht irgendwann und irgendwie vorbei.
Leider gilt das jedoch auch für die guten Sachen. Mehr noch: Wenn man die guten Sachen künstlich am Leben zu erhalten versucht, dann werden sie langsam aber sicher schlecht, wenn nicht gar ungenießbar. Wenn die Zeit einer guten Sache also vorbei ist, sollte man sie trotz Bedauern ziehen lassen.
Dieser eine Hinkefuß am ersten Satz hebelt der zweite jedoch aus. Wenn alles sich wiederholt, dann kommt das Gute auch wieder in der einen oder anderen Form. Besser noch: Man erkennt die Dinge die sich wiederholen als gut oder schlecht, wenn man sie schon mal erlebt hat, und das BEVOR man noch in sie involviert ist.
Durch die Wiederholungen hat man also die Chance, die Lehren, die man aus vergangenen Fehlern gemacht hat anzuwenden.

Im Grunde genommen ist der letzte Satz dann sogar überflüssig, wenn er einem nicht die warme Sicherheit der Vertrautheit deutlicher garantieren würde als der zweite es könnte.

Im Grunde genommen ist das Leben also wie Kino. Ich dachte zuerst es wäre wie Fernsehen, aber der Vergleich hinkt. Obwohl alles das gleiche ist, ist alles doch nie das selbe. Das Fernsehen bringt jedoch immer wieder die selben Sendungen, und wenn man statt dessen mal etwas im Fernsehen zu sehen bekommt, was nur „gleich“ ist, und eben nicht das selbe, dann wird immer ein ganz großer Zirkus drum gemacht. „Jetzt ganz neu! Deutschland-Welt-Universalpremiere im Free-TV!!“, heißt es dann. Stimmt doch gar nicht. Eine neue Verfilmung der Weihnachtsgeschichte von Dickens ist trotzdem nicht ganz neu. Kenn wir doch schon.
Trotzdem wird jedesmal ein großes Trara gemacht, wenn etwas neu verfilmt wird.

Im Kino ist das ganz normal. Filme wiederholen sich dort auch gern mal, jedoch eher selten wirklich die selben. Die gleichen laufen allerdings öfter. Als Neuverfilmungen.
Und so sind solche Wiederholungen wie im Leben: Mit neuer Besetzung, anderen Rollen, einem etwas anderen Plot und möglicherweise einem unvorhergesehenen Twist am Ende. Als Beispiel kommt mir da „Assault on precinct 13“ in den Sinn, oder „The Fly“.

Wo bleibt also noch Raum für Pessimismus? Nicht nur das Kino, sondern die ganze Welt is voll von dem Gleichen! Geht raus, und genießt es!

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