Impactsuspect » 2008 » September
Sep
28
2008
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Wannabe

Gna! Was ich wirklich nicht ausstehen kann sind Möchtegern-Pessimisten. Ja, ihr habt richtig gelesen. Das sind Leute, die regelmäßig damit kokettieren, was für Pessimisten sie doch wären, deren Handlungen und Lebensplanung jedoch eine ganz andere Sprache sprechen.
Wenn Herr wirklich so ein Pessimist ist, warum macht er dann seine Steuererklärung? Es müsste doch seine innerste Überzeugung sein, dass er sowieso keine Rückzahlung bekommt – im Gegenteil: Allein die Steuererklärung bringt vermutlich das Finanzamt auf die Idee noch mehr Steuern zu nehmen. Möchtegern! Oder Frau B, die ja ach so pessimistisch ist, und deshalb nach Südamerika in Urlaub fährt. HALLO!!! Giftspinnen, Schlangen und Zeugs!! Ganz abgesehen von der großen wahrscheinlichkeit ohne Niere irgendwo in einer Badewanne voll Eis aufzuwachen!!! MÖCHTEGERN!!

Noch schlimmer sind Möchtegern Depressive. In manchen Subkulturen gehört eine depressive Grundstimmung dazu. In der Gothic Szene verstärkt sich die depressive Grundstimmung zugegeben vielleicht durch das ganze Ambiente, aber wer Depressiv ist, feiert diesen Umstand nur höchst selten. Im Gegentum: Man versucht doch den Fakt zu ignorieren dass man Depressiv ist, und ein normales Leben zu führen, oder?
Wenn also C,D und E zusammen in einem Zelt beim WGT sitzen, und sich zum Lichte schwarzer Kerzen Gedichte vorlesen, in denen Menschen auf kreative Art und Weise sterben, so ist das nicht nur im wahrsten Sinne brandgefährlich, es ist auch irgendwie MÖCHTEGERN!

Ebenso gibt es Möchtegern-Menschenfeinde. Wenn Herr F. wirklich ein Menschenfeind ist, warum ist er dann auf jeder Party, und dort immer im Gespräch mit jemandem? Auch das haut nicht wirklich hin, finde ich. Ich meine vielleicht entgeht mir da ja was grundlegendes, aber warum sollte allein schon jemand darauf hinweisen, dass er ein Menschenfeind ist?!? Das ist ja so als würde Herr G. herumgehen, und sich mit den Worten „Ich bin übrigens ein Arschloch!“ vorstellen. Es gibt auch Leute die sowas machen. Leider sind dies so gut wie nie die wirklichen Arschlöcher.

Sep
11
2008
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Invertebraten

Ich lese gerade wieder „Das galaktische Imperium“ von Isaac Asimov, und bin dabei auf Seite 207 über ein mir unbekanntes Wort gestolpert: Invertebraten.

Im Zusammenhang liest es sich so:
Einer der Protagonisten erzählt wie seine Welt terraformiert wurde, und warum es noch keine Wälder auf ihr gibt.

„Keine Urwälder. Wir sind immer noch eine im Wachstum begriffene Welt. Baleys Welt wird noch geformt. […] Dann haben wir im Meer Fische und Invertebraten aller Art ausgesetzt und uns dabei größte Mühe gegeben, ihnen eine Ökologie anzubieten, die sich selbst am Leben erhalten kann“

Ich hab meinen Vater gefragt, der wusste es nicht. „Nie gehört!“, meinte er. Auch meine Schwester, die immerhin ausgebildete Diplom-Ökotrophologin ist, war ratlos. „Vielleicht eine Art Braten in den Zuckersirup zugesetzt ist.“, mutmaßte sie.

„Was gibt es heute zum Essen?“
„Invertebraten!“

Klingt einigermaßen schlüssig, warum sollte man allerdings Braten mit Zuckersirup ins Meer werfen um eine Welt zu terraformieren? Vielleicht damit die Fische, die man gleichzeitig ausgesetzt hat – siehe oben – etwas zu essen haben?
Aber nein, dass würde ja der Maxime widersprechen eine Ökologie zu erschaffen, die sich – siehe ebenfalls oben – selbst am Leben erhalten kann. Vielleicht ein komplizierter Tipfehler, und es hätte eigentlich „Insektenarten“ heißen sollen?

Aber nein. Ein Durchlauf der allwissenden Internetsuchmaschine brachte mir schließlich Aufklärung. „Invertebraten“ ist offenbar ein wissenschaftlicher Terminus für wirbellose Tiere. Vermutlich besteht das Wort also auch nicht aus den Komposita Inverte- und -braten, sondern betont sich einfach auf der zweitletzten Silbe. „Invertebraten“ hieße es dann.

Irgendwie erinnert mich das an den Biologieunterricht, und den „Urin-sekt“, der in Wirklichkeit das „Ur-insekt“, oder an den Englischuntericht, wo das „Brather-ing“ in Wirklichkeit der „Brat-hering“ war.

Ich bestell mir trotzdem das nächste Mal, wenn ich essen gehe einen Invertebraten. Mal sehen, was der Kellner dann bringt…

Written by Heiko C. in: Bücher,Linguistisches | Schlagwörter: ,
Sep
04
2008
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Freitag Frei

Morgen hab ich frei. Freitags habe ich oft frei, eigentlich meistens. Das hat auch einen Grund. Nein, nicht die Geschichte von Paul Maar mit dem Sams. Der Grund ist folgender: Als es das Domino noch gab (näheres hier) brauchte ich meinen freien Freitag, um endlich mal auszuschlafen, und das Pfeifen auf den Ohren loszuwerden.
Mittlerweile – aus Gründen die zu dämlich und kompliziert sind um sie hier zu nennen – gibt es den Donnerstag im Domino nicht mehr.
Ich kann mich noch an früher erinnern. (Ist ja auch erst etwas über 10 Jahre her) Ich dachte, das Domno würd’s immer geben, alleine weil man sonst nirgendwo hingehen kann hier oben. Es ist lange her, dass man noch in den Dornbusch gehen konnte, und noch länger ist es her, dass der Trichter angenehm war. Dort wo die beiden standen befinden sich jetzt Altenheime, glaub ich.
Warum konnte man das Domino also nicht erhalten? Manche mögen sagen, das wäre der Lauf der Dinge. Dinge müssen sich ändern, denn Stagnation ist der Tod. Stimmt zwar irgendwie, aber der Mensch bewahrt doch Dinge, die er gut findet. Oder zumindest versucht er das. Pandabären zum Beispiel. Oder Schnabeltiere.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass einige Tiere auf der roten Liste der gefährdeten Arten stehen, die es auch alleine fertiggebracht hätten auszusterben. Alte Bauwerke werden auch bewahrt, und nicht nur Schlösser und Kirchen. Nein, es gibt sogar Industriedenkmäler! Warum also nicht das gemütliche alte Ex-Autohaus bewahren, in dem ich Donnerstags immer getanzt habe?

Written by Heiko C. in: Zwischenmenschliches | Schlagwörter: , , , ,
Sep
01
2008
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Fernsehen, Kino oder was sonst?

„Nichts hält ewig.
Alles wiederholt sich.
Alles ist gleich.“

Sind diese Worte eher optimistisch oder pessimistisch. Bei einer vielleicht nicht ganz repräsentativen Befragung stimmten 100% der Befragten für pessimistisch, wobei der erste Satz noch als der optimistischste galt. Die beiden anderen Sätze zögen den ersten aber auch auf die pessimistische Seite, so hieß es weiter.

Aber ist das wirklich so? Ich sehe das anders. Einspruch, Euer Ehren!
Wenn alles nicht ewig währt, so ist das gut, denn die meisten Dinge, die einem im Laufe eines normalen Lebens so zustoßen sind eher negativ. Darum geht es ja immerhin beim Leben. Also auch das Schlimmste geht irgendwann und irgendwie vorbei.
Leider gilt das jedoch auch für die guten Sachen. Mehr noch: Wenn man die guten Sachen künstlich am Leben zu erhalten versucht, dann werden sie langsam aber sicher schlecht, wenn nicht gar ungenießbar. Wenn die Zeit einer guten Sache also vorbei ist, sollte man sie trotz Bedauern ziehen lassen.
Dieser eine Hinkefuß am ersten Satz hebelt der zweite jedoch aus. Wenn alles sich wiederholt, dann kommt das Gute auch wieder in der einen oder anderen Form. Besser noch: Man erkennt die Dinge die sich wiederholen als gut oder schlecht, wenn man sie schon mal erlebt hat, und das BEVOR man noch in sie involviert ist.
Durch die Wiederholungen hat man also die Chance, die Lehren, die man aus vergangenen Fehlern gemacht hat anzuwenden.

Im Grunde genommen ist der letzte Satz dann sogar überflüssig, wenn er einem nicht die warme Sicherheit der Vertrautheit deutlicher garantieren würde als der zweite es könnte.

Im Grunde genommen ist das Leben also wie Kino. Ich dachte zuerst es wäre wie Fernsehen, aber der Vergleich hinkt. Obwohl alles das gleiche ist, ist alles doch nie das selbe. Das Fernsehen bringt jedoch immer wieder die selben Sendungen, und wenn man statt dessen mal etwas im Fernsehen zu sehen bekommt, was nur „gleich“ ist, und eben nicht das selbe, dann wird immer ein ganz großer Zirkus drum gemacht. „Jetzt ganz neu! Deutschland-Welt-Universalpremiere im Free-TV!!“, heißt es dann. Stimmt doch gar nicht. Eine neue Verfilmung der Weihnachtsgeschichte von Dickens ist trotzdem nicht ganz neu. Kenn wir doch schon.
Trotzdem wird jedesmal ein großes Trara gemacht, wenn etwas neu verfilmt wird.

Im Kino ist das ganz normal. Filme wiederholen sich dort auch gern mal, jedoch eher selten wirklich die selben. Die gleichen laufen allerdings öfter. Als Neuverfilmungen.
Und so sind solche Wiederholungen wie im Leben: Mit neuer Besetzung, anderen Rollen, einem etwas anderen Plot und möglicherweise einem unvorhergesehenen Twist am Ende. Als Beispiel kommt mir da „Assault on precinct 13“ in den Sinn, oder „The Fly“.

Wo bleibt also noch Raum für Pessimismus? Nicht nur das Kino, sondern die ganze Welt is voll von dem Gleichen! Geht raus, und genießt es!

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Sep
28
2008
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Wannabe

Gna! Was ich wirklich nicht ausstehen kann sind Möchtegern-Pessimisten. Ja, ihr habt richtig gelesen. Das sind Leute, die regelmäßig damit kokettieren, was für Pessimisten sie doch wären, deren Handlungen und Lebensplanung jedoch eine ganz andere Sprache sprechen.
Wenn Herr wirklich so ein Pessimist ist, warum macht er dann seine Steuererklärung? Es müsste doch seine innerste Überzeugung sein, dass er sowieso keine Rückzahlung bekommt – im Gegenteil: Allein die Steuererklärung bringt vermutlich das Finanzamt auf die Idee noch mehr Steuern zu nehmen. Möchtegern! Oder Frau B, die ja ach so pessimistisch ist, und deshalb nach Südamerika in Urlaub fährt. HALLO!!! Giftspinnen, Schlangen und Zeugs!! Ganz abgesehen von der großen wahrscheinlichkeit ohne Niere irgendwo in einer Badewanne voll Eis aufzuwachen!!! MÖCHTEGERN!!

Noch schlimmer sind Möchtegern Depressive. In manchen Subkulturen gehört eine depressive Grundstimmung dazu. In der Gothic Szene verstärkt sich die depressive Grundstimmung zugegeben vielleicht durch das ganze Ambiente, aber wer Depressiv ist, feiert diesen Umstand nur höchst selten. Im Gegentum: Man versucht doch den Fakt zu ignorieren dass man Depressiv ist, und ein normales Leben zu führen, oder?
Wenn also C,D und E zusammen in einem Zelt beim WGT sitzen, und sich zum Lichte schwarzer Kerzen Gedichte vorlesen, in denen Menschen auf kreative Art und Weise sterben, so ist das nicht nur im wahrsten Sinne brandgefährlich, es ist auch irgendwie MÖCHTEGERN!

Ebenso gibt es Möchtegern-Menschenfeinde. Wenn Herr F. wirklich ein Menschenfeind ist, warum ist er dann auf jeder Party, und dort immer im Gespräch mit jemandem? Auch das haut nicht wirklich hin, finde ich. Ich meine vielleicht entgeht mir da ja was grundlegendes, aber warum sollte allein schon jemand darauf hinweisen, dass er ein Menschenfeind ist?!? Das ist ja so als würde Herr G. herumgehen, und sich mit den Worten „Ich bin übrigens ein Arschloch!“ vorstellen. Es gibt auch Leute die sowas machen. Leider sind dies so gut wie nie die wirklichen Arschlöcher.

Sep
11
2008
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Invertebraten

Ich lese gerade wieder „Das galaktische Imperium“ von Isaac Asimov, und bin dabei auf Seite 207 über ein mir unbekanntes Wort gestolpert: Invertebraten.

Im Zusammenhang liest es sich so:
Einer der Protagonisten erzählt wie seine Welt terraformiert wurde, und warum es noch keine Wälder auf ihr gibt.

„Keine Urwälder. Wir sind immer noch eine im Wachstum begriffene Welt. Baleys Welt wird noch geformt. […] Dann haben wir im Meer Fische und Invertebraten aller Art ausgesetzt und uns dabei größte Mühe gegeben, ihnen eine Ökologie anzubieten, die sich selbst am Leben erhalten kann“

Ich hab meinen Vater gefragt, der wusste es nicht. „Nie gehört!“, meinte er. Auch meine Schwester, die immerhin ausgebildete Diplom-Ökotrophologin ist, war ratlos. „Vielleicht eine Art Braten in den Zuckersirup zugesetzt ist.“, mutmaßte sie.

„Was gibt es heute zum Essen?“
„Invertebraten!“

Klingt einigermaßen schlüssig, warum sollte man allerdings Braten mit Zuckersirup ins Meer werfen um eine Welt zu terraformieren? Vielleicht damit die Fische, die man gleichzeitig ausgesetzt hat – siehe oben – etwas zu essen haben?
Aber nein, dass würde ja der Maxime widersprechen eine Ökologie zu erschaffen, die sich – siehe ebenfalls oben – selbst am Leben erhalten kann. Vielleicht ein komplizierter Tipfehler, und es hätte eigentlich „Insektenarten“ heißen sollen?

Aber nein. Ein Durchlauf der allwissenden Internetsuchmaschine brachte mir schließlich Aufklärung. „Invertebraten“ ist offenbar ein wissenschaftlicher Terminus für wirbellose Tiere. Vermutlich besteht das Wort also auch nicht aus den Komposita Inverte- und -braten, sondern betont sich einfach auf der zweitletzten Silbe. „Invertebraten“ hieße es dann.

Irgendwie erinnert mich das an den Biologieunterricht, und den „Urin-sekt“, der in Wirklichkeit das „Ur-insekt“, oder an den Englischuntericht, wo das „Brather-ing“ in Wirklichkeit der „Brat-hering“ war.

Ich bestell mir trotzdem das nächste Mal, wenn ich essen gehe einen Invertebraten. Mal sehen, was der Kellner dann bringt…

Written by Heiko C. in: Bücher,Linguistisches | Schlagwörter: ,
Sep
04
2008
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Freitag Frei

Morgen hab ich frei. Freitags habe ich oft frei, eigentlich meistens. Das hat auch einen Grund. Nein, nicht die Geschichte von Paul Maar mit dem Sams. Der Grund ist folgender: Als es das Domino noch gab (näheres hier) brauchte ich meinen freien Freitag, um endlich mal auszuschlafen, und das Pfeifen auf den Ohren loszuwerden.
Mittlerweile – aus Gründen die zu dämlich und kompliziert sind um sie hier zu nennen – gibt es den Donnerstag im Domino nicht mehr.
Ich kann mich noch an früher erinnern. (Ist ja auch erst etwas über 10 Jahre her) Ich dachte, das Domno würd’s immer geben, alleine weil man sonst nirgendwo hingehen kann hier oben. Es ist lange her, dass man noch in den Dornbusch gehen konnte, und noch länger ist es her, dass der Trichter angenehm war. Dort wo die beiden standen befinden sich jetzt Altenheime, glaub ich.
Warum konnte man das Domino also nicht erhalten? Manche mögen sagen, das wäre der Lauf der Dinge. Dinge müssen sich ändern, denn Stagnation ist der Tod. Stimmt zwar irgendwie, aber der Mensch bewahrt doch Dinge, die er gut findet. Oder zumindest versucht er das. Pandabären zum Beispiel. Oder Schnabeltiere.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass einige Tiere auf der roten Liste der gefährdeten Arten stehen, die es auch alleine fertiggebracht hätten auszusterben. Alte Bauwerke werden auch bewahrt, und nicht nur Schlösser und Kirchen. Nein, es gibt sogar Industriedenkmäler! Warum also nicht das gemütliche alte Ex-Autohaus bewahren, in dem ich Donnerstags immer getanzt habe?

Written by Heiko C. in: Zwischenmenschliches | Schlagwörter: , , , ,
Sep
01
2008
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Fernsehen, Kino oder was sonst?

„Nichts hält ewig.
Alles wiederholt sich.
Alles ist gleich.“

Sind diese Worte eher optimistisch oder pessimistisch. Bei einer vielleicht nicht ganz repräsentativen Befragung stimmten 100% der Befragten für pessimistisch, wobei der erste Satz noch als der optimistischste galt. Die beiden anderen Sätze zögen den ersten aber auch auf die pessimistische Seite, so hieß es weiter.

Aber ist das wirklich so? Ich sehe das anders. Einspruch, Euer Ehren!
Wenn alles nicht ewig währt, so ist das gut, denn die meisten Dinge, die einem im Laufe eines normalen Lebens so zustoßen sind eher negativ. Darum geht es ja immerhin beim Leben. Also auch das Schlimmste geht irgendwann und irgendwie vorbei.
Leider gilt das jedoch auch für die guten Sachen. Mehr noch: Wenn man die guten Sachen künstlich am Leben zu erhalten versucht, dann werden sie langsam aber sicher schlecht, wenn nicht gar ungenießbar. Wenn die Zeit einer guten Sache also vorbei ist, sollte man sie trotz Bedauern ziehen lassen.
Dieser eine Hinkefuß am ersten Satz hebelt der zweite jedoch aus. Wenn alles sich wiederholt, dann kommt das Gute auch wieder in der einen oder anderen Form. Besser noch: Man erkennt die Dinge die sich wiederholen als gut oder schlecht, wenn man sie schon mal erlebt hat, und das BEVOR man noch in sie involviert ist.
Durch die Wiederholungen hat man also die Chance, die Lehren, die man aus vergangenen Fehlern gemacht hat anzuwenden.

Im Grunde genommen ist der letzte Satz dann sogar überflüssig, wenn er einem nicht die warme Sicherheit der Vertrautheit deutlicher garantieren würde als der zweite es könnte.

Im Grunde genommen ist das Leben also wie Kino. Ich dachte zuerst es wäre wie Fernsehen, aber der Vergleich hinkt. Obwohl alles das gleiche ist, ist alles doch nie das selbe. Das Fernsehen bringt jedoch immer wieder die selben Sendungen, und wenn man statt dessen mal etwas im Fernsehen zu sehen bekommt, was nur „gleich“ ist, und eben nicht das selbe, dann wird immer ein ganz großer Zirkus drum gemacht. „Jetzt ganz neu! Deutschland-Welt-Universalpremiere im Free-TV!!“, heißt es dann. Stimmt doch gar nicht. Eine neue Verfilmung der Weihnachtsgeschichte von Dickens ist trotzdem nicht ganz neu. Kenn wir doch schon.
Trotzdem wird jedesmal ein großes Trara gemacht, wenn etwas neu verfilmt wird.

Im Kino ist das ganz normal. Filme wiederholen sich dort auch gern mal, jedoch eher selten wirklich die selben. Die gleichen laufen allerdings öfter. Als Neuverfilmungen.
Und so sind solche Wiederholungen wie im Leben: Mit neuer Besetzung, anderen Rollen, einem etwas anderen Plot und möglicherweise einem unvorhergesehenen Twist am Ende. Als Beispiel kommt mir da „Assault on precinct 13“ in den Sinn, oder „The Fly“.

Wo bleibt also noch Raum für Pessimismus? Nicht nur das Kino, sondern die ganze Welt is voll von dem Gleichen! Geht raus, und genießt es!