Impactsuspect » 2008 » Juli
Jul
17
2008
--

Das Leben ist eine Baustelle. Die Insel auch…

Gna, Sylt! Heimat der Sylter, die vermutlich schon in prähistorischen Zeiten dadurch reich wurden, ihre Zweit-Strohütten teuer an prominente Steinzeitler zu vermieten…
Auch im Strassenverkehr hat sich auf Sylt scheinbar kaum etwas verändert, seit die Frau des Neandertal-Stammesfürsten ihren Sommerurlaub auf Sylt verbracht hat. Noch immer gilt: „Sylter dürfen das!“ und „Wer bremst hat Angst!“. Nicht zu vergessen: „Tut mir leid, hab ich gar nicht gesehen!“
Ansonsten hat sich die Insel sehr verändert. Es gibt nun einen Damm, wo ein Zug drüber fährt, in den man seinen eigenen Wagen hineinfahren kann. Die Häuser sind jetzt aus Stein, und nicht mehr mit Stroh, sondern mit Reet bedeckt. Ein bedeutender Unterschied.

Und damit diese Veränderungen auch weiter stattfinden können, wird immer irgendwo gebaut. Immer. Immer irgendwo. IMMER wird IRGENDWO gebaut. Auf Sylt wird irgendwo immer gebaut. Ich meine, bei Berlin kann ich’s ja verstehen, dass immer irgendwo gebaut wird, aber bei Sylt? Ich meine, Berlin ist eine ziemlich große Stadt, in der ziemlich viele Menschen leben. Da geht sicher alle naslang was kaputt. Aber Sylt? Unsere beschaulich-hektische Ferieninsel vor der Haustür? Wie groß ist die durchschnittliche Bevölkerungsdichte auf Sylt? Kleiner als in Berlin? Sollte man annehmen. Viel kleiner? Auch das sollte richtig sein. Warum scheint dann nur die Baustellendichte genau so groß zu sein, wenn nicht gar größer?

Der geneigte Leser wird nun fragen, warum ich die vielen Baustellen, die es immer irgendwo auf Sylt gibt, verbal so hervorhebe. Zumindest wird es der geneigte Leser fragen, dem aufgefallen ist, dass ich die vielen Baustellen auf Sylt verbal hervorhebe. Ich meine auf Baustellen kann man sich doch einstellen, oder?

Sicher kann man das. Sogar auf Sylt, wo sich der Strassenverkehr scheinbar einer fundamental anderen StVO zu beugen scheint, als sie für den Rest Deutschlands gilt.
Aber wie kann man sich auf die Baustellen einstellen, wenn die jeden Tag woanders sind? Wenn man zum Beispiel, wie ich heute, erst merkt, dass die Baustelle über Nacht von vor-der-Kreuzung zu hinter-der-Kreuzung verlegt wurde. Und wenn man erst merkt, dass man nochmal um den ganzen verdammten Pudding bummeln darf, wenn man direkt vor der Absperrung steht?

Himmel, da mag ich ja lieber in Dänemark Auto fahren. Das ist aufgrund der Durchschnittsgeschwindigkeit des durchschnittlich motorisierten Durchschnittsdänen eher langweilig und man bekommt einen Drehwurm wegen der vielen Kreisverkehre, aber man kommt wenigstens meist von A nach B, ohne drei Viertel des zurückgelegten Weges nocheinmal zurückfahren zu müssen, um an einer anderen Kreuzung abzubiegen.
Ganz abgesehen davon, dass man einige Strassen auf Sylt halt nicht meiden kann, wenn man nicht gerade durch die Nordsee fahren will.

Ich finde das ärgerlich.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Friesisches | Schlagwörter:

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Jul
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2008
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Das Leben ist eine Baustelle. Die Insel auch…

Gna, Sylt! Heimat der Sylter, die vermutlich schon in prähistorischen Zeiten dadurch reich wurden, ihre Zweit-Strohütten teuer an prominente Steinzeitler zu vermieten…
Auch im Strassenverkehr hat sich auf Sylt scheinbar kaum etwas verändert, seit die Frau des Neandertal-Stammesfürsten ihren Sommerurlaub auf Sylt verbracht hat. Noch immer gilt: „Sylter dürfen das!“ und „Wer bremst hat Angst!“. Nicht zu vergessen: „Tut mir leid, hab ich gar nicht gesehen!“
Ansonsten hat sich die Insel sehr verändert. Es gibt nun einen Damm, wo ein Zug drüber fährt, in den man seinen eigenen Wagen hineinfahren kann. Die Häuser sind jetzt aus Stein, und nicht mehr mit Stroh, sondern mit Reet bedeckt. Ein bedeutender Unterschied.

Und damit diese Veränderungen auch weiter stattfinden können, wird immer irgendwo gebaut. Immer. Immer irgendwo. IMMER wird IRGENDWO gebaut. Auf Sylt wird irgendwo immer gebaut. Ich meine, bei Berlin kann ich’s ja verstehen, dass immer irgendwo gebaut wird, aber bei Sylt? Ich meine, Berlin ist eine ziemlich große Stadt, in der ziemlich viele Menschen leben. Da geht sicher alle naslang was kaputt. Aber Sylt? Unsere beschaulich-hektische Ferieninsel vor der Haustür? Wie groß ist die durchschnittliche Bevölkerungsdichte auf Sylt? Kleiner als in Berlin? Sollte man annehmen. Viel kleiner? Auch das sollte richtig sein. Warum scheint dann nur die Baustellendichte genau so groß zu sein, wenn nicht gar größer?

Der geneigte Leser wird nun fragen, warum ich die vielen Baustellen, die es immer irgendwo auf Sylt gibt, verbal so hervorhebe. Zumindest wird es der geneigte Leser fragen, dem aufgefallen ist, dass ich die vielen Baustellen auf Sylt verbal hervorhebe. Ich meine auf Baustellen kann man sich doch einstellen, oder?

Sicher kann man das. Sogar auf Sylt, wo sich der Strassenverkehr scheinbar einer fundamental anderen StVO zu beugen scheint, als sie für den Rest Deutschlands gilt.
Aber wie kann man sich auf die Baustellen einstellen, wenn die jeden Tag woanders sind? Wenn man zum Beispiel, wie ich heute, erst merkt, dass die Baustelle über Nacht von vor-der-Kreuzung zu hinter-der-Kreuzung verlegt wurde. Und wenn man erst merkt, dass man nochmal um den ganzen verdammten Pudding bummeln darf, wenn man direkt vor der Absperrung steht?

Himmel, da mag ich ja lieber in Dänemark Auto fahren. Das ist aufgrund der Durchschnittsgeschwindigkeit des durchschnittlich motorisierten Durchschnittsdänen eher langweilig und man bekommt einen Drehwurm wegen der vielen Kreisverkehre, aber man kommt wenigstens meist von A nach B, ohne drei Viertel des zurückgelegten Weges nocheinmal zurückfahren zu müssen, um an einer anderen Kreuzung abzubiegen.
Ganz abgesehen davon, dass man einige Strassen auf Sylt halt nicht meiden kann, wenn man nicht gerade durch die Nordsee fahren will.

Ich finde das ärgerlich.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Friesisches | Schlagwörter: