Impactsuspect » Weltraummollusken erobern den Heiko C.
Jun
14
2008

Weltraummollusken erobern den Heiko C.

Einen Weltraummollusken auf dem Rücken zu haben, stelle ich mir so ähnlich vor wie eine Sucht. Nehmen wir die Tabaksucht zum Beispiel. Seit etwa einer Woche habe ich aufgrund einer Halsentzündung nicht mehr geraucht, und hatte die ersten vier Tage auch gar keine Lust darauf.
Eigentlich keine schlechte Sache, wenn man es sich eh abgewöhnen will. Ich weiß ja, dass die nächste Zigarette sowieso nicht schmeckt. All die anderen, die dieser nächsten Zigarette dann folgen würden, würden unausweichlich auch nur wieder dazu führen, dass ich mich kränker fühle, fahler aussehe, und nach Aschenbecher rieche.
Nun seit heute allerdings, ertappe ich mich trotz allem immer wieder dabei, wie ich eine Schachtel Fluppen kaufen will, und zwar am besten bei nächster Gelegenheit. Es ist fast so, als säße ein Weltraummollusk auf meinem Rücken, der jedem zehnten Gedanken ein „…und Zigaretten kaufen muß ich auch noch!“ hinzufügen würde. Oder vielleicht ist es eher wie im „Krieg der Gehirne“ von Jack Vance.
Zigaretten kaufen zu müssen ist kein bewusster Gedanke, und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass dieser Impuls nicht von mir ist, aber trotzdem ist er da. Seltsam. Ich hatte ja schon mal das Rauchen für ein paar Jahre aufgegeben, und erinnere mich im Angesicht meiner heutigen Situation mit Schrecken daran, dass ich noch Monate nachdem ich meine letzte Zigarette geraucht hatte, davon träumte zu rauchen. Nach einer solchen „Traumzigarette“ habe ich mich dann auch prompt immer schuldig gefühlt, weil ich selbst im Traum noch wusste, dass ich eigentlich nicht mehr rauchen wollte.
Also ist diese Stimme die immer „…und ne Packung Zigaretten!“ in meinem Kopf sagt auch nicht mein Unterbewusstsein, denn das sorgt ja schon im Traum dafür, dass ich mich schuldig fühle. Bleibt nur die Sucht. Der Wunsch eine zu rauchen ist also die Eingebung von etwas, dass nicht zu meiner Persönlichkeit gehört; fremdeingegeben also.
Wie die Befehle der Weltraummollusken…

Mal sehen ob mir diese Erkenntnis was nutzt. Ach ja, und ich muss noch Zigaretten kaufen gehen, fällt mir da grad ein…

Written by Heiko C. in: Zwischenmenschliches | Schlagwörter: ,

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Einen Weltraummollusken auf dem Rücken zu haben, stelle ich mir so ähnlich vor wie eine Sucht. Nehmen wir die Tabaksucht zum Beispiel. Seit etwa einer Woche habe ich aufgrund einer Halsentzündung nicht mehr geraucht, und hatte die ersten vier Tage auch gar keine Lust darauf.
Eigentlich keine schlechte Sache, wenn man es sich eh abgewöhnen will. Ich weiß ja, dass die nächste Zigarette sowieso nicht schmeckt. All die anderen, die dieser nächsten Zigarette dann folgen würden, würden unausweichlich auch nur wieder dazu führen, dass ich mich kränker fühle, fahler aussehe, und nach Aschenbecher rieche.
Nun seit heute allerdings, ertappe ich mich trotz allem immer wieder dabei, wie ich eine Schachtel Fluppen kaufen will, und zwar am besten bei nächster Gelegenheit. Es ist fast so, als säße ein Weltraummollusk auf meinem Rücken, der jedem zehnten Gedanken ein „…und Zigaretten kaufen muß ich auch noch!“ hinzufügen würde. Oder vielleicht ist es eher wie im „Krieg der Gehirne“ von Jack Vance.
Zigaretten kaufen zu müssen ist kein bewusster Gedanke, und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass dieser Impuls nicht von mir ist, aber trotzdem ist er da. Seltsam. Ich hatte ja schon mal das Rauchen für ein paar Jahre aufgegeben, und erinnere mich im Angesicht meiner heutigen Situation mit Schrecken daran, dass ich noch Monate nachdem ich meine letzte Zigarette geraucht hatte, davon träumte zu rauchen. Nach einer solchen „Traumzigarette“ habe ich mich dann auch prompt immer schuldig gefühlt, weil ich selbst im Traum noch wusste, dass ich eigentlich nicht mehr rauchen wollte.
Also ist diese Stimme die immer „…und ne Packung Zigaretten!“ in meinem Kopf sagt auch nicht mein Unterbewusstsein, denn das sorgt ja schon im Traum dafür, dass ich mich schuldig fühle. Bleibt nur die Sucht. Der Wunsch eine zu rauchen ist also die Eingebung von etwas, dass nicht zu meiner Persönlichkeit gehört; fremdeingegeben also.
Wie die Befehle der Weltraummollusken…

Mal sehen ob mir diese Erkenntnis was nutzt. Ach ja, und ich muss noch Zigaretten kaufen gehen, fällt mir da grad ein…

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