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Apr
08
2008
0

Sogenannte „heiße“ Musik…

(über die Kindheit von Tschaikowsky und Strauss)
Viele von ihnen wissen vermutlich gar nicht, dass sich Strauß und Tschaikowsky schon als Kinder kannten.
Strauss war der Sohn eines Lufthansapiloten in den Vierziger Jahren, während Tschaikowsky aus einer armen russischen Aussiedlerfamilie stammte. Der kleine Pjotr Illitsch wurde schnell zu Peter Ilton, und trieb sich in seiner Jugend viel in der freien Natur herum. Kaum jemand würde heute denken, dass Tschaikowsky ein notorischer Schulschwänzer war, und sich viel lieber in seinem Versteck – einer Tonne am Ufer der Donau – herumtrieb, und von einem Leben als Flusspirat träumte.
Strauss lernte ihn irgendwann kennen, die Umstände sind heute leider ungeklärt, und werden es wohl auch für immer bleiben; doch eines ist sicher: Das ungezwungene Vagabundenleben am Fluss schien eine starke Faszination auf Strauss auszuüben; und obwohl ihm vor allem seine Mutter, wie Schriftwechsel belegen, den Umgang mit Tschaikowsky verbot, zog es ihn immer wieder dorthin. Schon damals hörten sie oft Schellackplatten auf Straussens Dachboden, auf denen sie dann sogenannte „heisse“ Musik spielten.
Belegt ist, dass der größte musikalische Einfluss auf die beiden durch den Film „Saturday Night Fever“ stattfand, für den Ludwig van Beethoven den Soundtrack schrieb. Ebenso sahen die beiden auf den damals noch üblichen Beta-Videobändern die Filme „A Clockwork Orange“ und „Zardoz“, für die ebenfalls Beethoven in enger Zusammenarbeit mit den Regisseuren Kubrick und Boorman den Soundtrack schrieb.
Es sind aber noch andere Einflüsse belegt, die sich später vor allem in Tschaikowskys Werk finden sollen. 1959, als Strauss die siebte Klasse wiederholte, kamen die Filme „Apokalypse Now“ und „Die Rückkehr der Yediritter“ ins Kino, für die Wagner komponierte.*
Die unbeschwerte Kindheit der beiden ging irgendwann in die problematische Pubertät in den Sechzigern über, in der sich die beiden oft trafen, obwohl Tschaikowsky auf einem Schaufelraddampfer der Baumwolle auf der Donau transportierte anheuerte, während Strauss in Wien Musik und Filmgeschichte studierte. In dieser Zeit versuchten sich die beiden wenigstens ein mal im Jahr zu sehen, und sich die neuesten Platten zu zeigen.
Nach drei Lehrjahren machte Tschaikowsky jedoch seinen Meister, und schlug den zweiten Bildungsweg ein, indem er Produktdesign in Salzburg studierte.
Strauss ging nach dem vollendeten Studium einige Jahre nach Hollywood, und feierte große Erfolge mit Filmen wie „Batman“, „Batman 2 – Der falsche Prinz“ und „Tootsie – Eine Mann geht ihre Weg“, für die er auch die Filmmusik komponierte.
Nach dem Internationalen Durchbruch ein paar Jahre später zog er wieder in die Kaiserstadt, und traf sich von dort an öfter mit Tschaikowsky, der bekanntermassen nun Werbejingles komponierte.

*Wagner hatte bereits zuvor den Sountrack für die Filme „Krieg der Sterne“ und „Das Imperium schlägt zurück“ geschrieben, führende Musikwissenschaftler gehen davon aus, dass die beiden auch diese Filme gesehen haben, da sie mit „die Rückkehr der Yediritter“ eine Trilogie bilden.

Written by Heiko C. in: Beklopptes | Schlagwörter: ,
Apr
08
2008
0

Wochentage

Morgen war letztes Jahr Mittwoch. Heute ist morgen aber Donnerstag.
Seltsam.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gruseliges | Schlagwörter:

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Sogenannte „heiße“ Musik…

(über die Kindheit von Tschaikowsky und Strauss)
Viele von ihnen wissen vermutlich gar nicht, dass sich Strauß und Tschaikowsky schon als Kinder kannten.
Strauss war der Sohn eines Lufthansapiloten in den Vierziger Jahren, während Tschaikowsky aus einer armen russischen Aussiedlerfamilie stammte. Der kleine Pjotr Illitsch wurde schnell zu Peter Ilton, und trieb sich in seiner Jugend viel in der freien Natur herum. Kaum jemand würde heute denken, dass Tschaikowsky ein notorischer Schulschwänzer war, und sich viel lieber in seinem Versteck – einer Tonne am Ufer der Donau – herumtrieb, und von einem Leben als Flusspirat träumte.
Strauss lernte ihn irgendwann kennen, die Umstände sind heute leider ungeklärt, und werden es wohl auch für immer bleiben; doch eines ist sicher: Das ungezwungene Vagabundenleben am Fluss schien eine starke Faszination auf Strauss auszuüben; und obwohl ihm vor allem seine Mutter, wie Schriftwechsel belegen, den Umgang mit Tschaikowsky verbot, zog es ihn immer wieder dorthin. Schon damals hörten sie oft Schellackplatten auf Straussens Dachboden, auf denen sie dann sogenannte „heisse“ Musik spielten.
Belegt ist, dass der größte musikalische Einfluss auf die beiden durch den Film „Saturday Night Fever“ stattfand, für den Ludwig van Beethoven den Soundtrack schrieb. Ebenso sahen die beiden auf den damals noch üblichen Beta-Videobändern die Filme „A Clockwork Orange“ und „Zardoz“, für die ebenfalls Beethoven in enger Zusammenarbeit mit den Regisseuren Kubrick und Boorman den Soundtrack schrieb.
Es sind aber noch andere Einflüsse belegt, die sich später vor allem in Tschaikowskys Werk finden sollen. 1959, als Strauss die siebte Klasse wiederholte, kamen die Filme „Apokalypse Now“ und „Die Rückkehr der Yediritter“ ins Kino, für die Wagner komponierte.*
Die unbeschwerte Kindheit der beiden ging irgendwann in die problematische Pubertät in den Sechzigern über, in der sich die beiden oft trafen, obwohl Tschaikowsky auf einem Schaufelraddampfer der Baumwolle auf der Donau transportierte anheuerte, während Strauss in Wien Musik und Filmgeschichte studierte. In dieser Zeit versuchten sich die beiden wenigstens ein mal im Jahr zu sehen, und sich die neuesten Platten zu zeigen.
Nach drei Lehrjahren machte Tschaikowsky jedoch seinen Meister, und schlug den zweiten Bildungsweg ein, indem er Produktdesign in Salzburg studierte.
Strauss ging nach dem vollendeten Studium einige Jahre nach Hollywood, und feierte große Erfolge mit Filmen wie „Batman“, „Batman 2 – Der falsche Prinz“ und „Tootsie – Eine Mann geht ihre Weg“, für die er auch die Filmmusik komponierte.
Nach dem Internationalen Durchbruch ein paar Jahre später zog er wieder in die Kaiserstadt, und traf sich von dort an öfter mit Tschaikowsky, der bekanntermassen nun Werbejingles komponierte.

*Wagner hatte bereits zuvor den Sountrack für die Filme „Krieg der Sterne“ und „Das Imperium schlägt zurück“ geschrieben, führende Musikwissenschaftler gehen davon aus, dass die beiden auch diese Filme gesehen haben, da sie mit „die Rückkehr der Yediritter“ eine Trilogie bilden.

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