Impactsuspect
Aug
30
2015
--

Reichskrimi

Für wohl jede Gegend in Deutschland gibt es vermutlich den eigenen Lokalkrimi. Moselromane, Pfalzromane, Rhein-Main-Krimis, Hinterm-Deich-Romane, vor einiger Zeit haben ich mal einen Krimi angefangen, der in einem Dorf bei mir um die Ecke spielt. Dieser wurde verlegt vom Gmeiner-Verlag, der sich scheinbar auf die Kunden von Bahnhofsbuchhandlungen spezialisiert hat, denn woanders habe ich die betreffenden Bücher noch nie gesehen.
Heute morgen habe ich in meiner örtlichen Bahnhofsbuchhandlung jedoch einen neuen, irgendwie beunruhigenden Trend entdeckt: Reichskrimis.

Da gibt es gleich von verschiedenen Autoren Bücher wie „Rassenwahn“, „Führerbefehl“, „Walküre Alarm“, „Endstation Reichskanzlei“ und weitere Kandidaten, die in das gleiche Genre (?) passen.
Mit Blick auf den Klappentext erfahren wir, dass die Romane teilweise in der Nazizeit spielen, teilweise 70 Jahre später oder mehr, aber sich mit Ereignissen der Nazizeit auseinandersetzen.

Und es scheint sich zu verkaufen, denn warum sonst hätte der Gmeiner-Verlag, dessen Deichkrimis in meiner Bahnhofsbuchhandlung hingegen nicht mehr entdecken konnte, sich voll und ganz auf die Reichskrimis verlegt?
Sind Nazis die neuen Glitzervampire? Ist das der neue Trend? Handelt es sich um krude Nazisploitation oder um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem dritten Reich, verpackt in leichte Unterhaltung? Und was ich sowieso die ganze Zeit wissen will: WTF?

In einer Zeit in der täglich Asylunterkünfte brennen, in der bei uns im Ort das griechische Restaurant angezündet wurde und sich Rechtsradiale überall im Internet und im realen Leben breitmachen, stößt mir die Naziinvasion im Bücherregal irgendwie sehr unangenehm auf.

Written by Heiko C. in: Bücher,Gruseliges,Politisches |
Jun
12
2013
1

Meinungsfreiheit und die Union

Immer wieder halten besonders konservative Politiker zur Verteidigung ihrer krudesten Thesen die Meinungsfreiheit hoch. Im Internet gibt es da mittlerweile schöne Sammlungen. Hier zum Beispiel ein Tumblr, dass homophobe Äußerungen von reaktionären Politikern mit Bildern derselben Bündelt und gesammelt online stellt.
Eine andere Einstellung haben Unionspolitiker, wenn es um Meinungen geht, die sie selbst nicht vertreten, da wird dann gerne auf ein ganzes Arsenal an Einschüchterungs- und Abwehrmaßnahmen zurückgegriffen.

Berichtet das ZDF mal so, wie es nicht soll, ruft man vorher an um das Programm im Sinne der Parteilinie zu beeinflussen.
Erscheint in der Zeitung ein kritischer Leserbrief über die eigene Partei, wird auch gerne mal abgemahnt, und wenn ein Tweet erscheint, der einer Justitzministerin unangenehm ist, kommt neuerdings auch schon mal die Polizei vorbei.

Und die werden von einem nicht unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung gewählt.
Super.

Mrz
22
2013
3

Irrsinn mit Pfote 2: Neues von Jack Wolfskin

Einige werden sich noch an die Geschichte von vor ein paar Jahren erinnern, als die Jackenfirma Jack Wolfskin die Verkaufenden einer Internet-Heimwerkerbörse namens Dawanda abmahnen ließ, weil sie die Frechheit besaßen Kleidungsstücke mit Katzenpfoten zu vertreiben.
Katzenpfoten sehen scheinbar für die Trapper_innen bei Jack Wolfskin der Wolfspfote sehr ähnlich, die Jack Wolfskin als Marke hat schützen lassen. Unter anderem auch für Kleidungsstücke.
Es gab einen mittelgroßen bis großen Shitstorm, Jack Wolfskin hat die Abmahnungen zurückgenommen, aber nicht begriffen, was sie falsch gemacht hatten. Die heimwerkenden Dawandaanbieter_innen mussten jedenfalls ihre Katzenpfotensachen aus dem Shop nehmen um einer Klage zu entgehen.
Nun hat der Mahnzorn der Firma, die so etwas wie das Apple unter den Outdoorbekleidungshersteller_innen ein neues unwahrscheinliches Opfer getroffen: Die Produktionsfirma des aktuellen „Fünf Freunde“-Filmes. Das Logo der Filmreihe, die schon einige Jahre besteht, zeigt eine Hundetatze, bei der die einzelnen Krallen durch Fingerabdrücke ersetzt wurden.
Und ganz ehrlich: Ich hab das kommen sehen. Als vor ein paar Monaten ein Trailer des Filmes mit diesem Logo in den Kinos lief, musste ich an die Dawandasache denken.

Ich hoffe, dass die Produktionsfirma des Filmes über längeren finanziellen Atem verfügt als die Dawandaverkäufer_innen und es auf eine Klage ankommen lassen. Ich finde es unglaublich unsinnig, dass Tierpfoten, die Farbe Rot oder ein stilisierter Apfel als Marke schützbar sind.
Weder ein Pfotenabdruck noch ein Apfel erreichen die Schöpfungshöhe. Jeder Hund kann einen Pfotenabdruck machen – es sei denn, er hat keine Beine und das wollen wir ihm nicht wünschen.
Ich hoffe solch ein Blödsinn wird in Zukunft unterbunden.

Aktuelle Links entfallen, weil Leistungsschutzrecht.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Dez
06
2012
--

Studentin aus Las Vegas heiratet Pappschablone von Edward Cullen

Das das Twilight-Fandom teilweise merkwürdige Blüten treibt, haben wir ja schon gesehen, allerdings wird es dann jetzt spätestens albern. Wie die Mail Online vermeldet, wird sich eine Studentin der Universität von Nevada im Januar das Ja-Wort geben. Und zwar mit einer lebensgroßen Pappschablone des bekannten Glitzervampirs aus Funk und Fernsehen.
Mit ausreichenden Englischkenntnissen könnt ihr die ganze Geschichte hier nachlesen.

Die 24jährige ist allerdings nicht komplett verrückt geworden, sondern führt die ganze Sache als ein Projekt für ihre Masterarbeit auf. Das beruhigt mich etwas, allerdings ist mir nicht so recht klar, was bei der Sache herauskommen soll.
Aber: Wenn’s der Wahrheitsfindung dient?

Mrz
05
2012
--

ACTA, ACTA, POPACTA!

Ach ja, und unterschreibt alle bitte mal die Onlinepetition gegen Acta: LINK!
Nachdem Erfolg der Onlinepetition gegen das Zensursulagesetz wär‘ es doch peinlich, wenn wir hier nicht einmal das Quorum voll bekommen. Bis zum 22.3. müssen da 50.000 Leute mitgezeichnet haben. Also macht bitte mal.

Was ist an ACTA so schlimm? Ihr könnt hier eine juristische Einschätzung lesen, und hier eine Einschätzung in normalem Deutsch.

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: , , , , , ,
Mrz
05
2012
1

„Leistungsschutzrecht“ kommt nun scheinbar doch

Weil die Verlage Geld von Google wollen, wenn Google auf die Online-Angebote der Verlage verweist, war schon vor der Bundestagswahl ’09 ein sogenanntes „Leistungsschutzrecht für Verlage“ im Gespräch.
Ich hab da bei Gelegenheit schon mal was drüber geschrieben. Es handelt sich um eine vollkommen blödsinnige Idee, bar jeder Logik und ohne ein Gespür für Gerechtigkeit zusammengeklöppelt. Es gibt keine „Raubkopien“ von Zeitungen im Netz, die Zeitungen stellen ihre Artikel ja selbst online. Und Geld will man jetzt von denen, die auf die Zeitungen verlinken?
Ist das nicht, als würde ich jemandem den Weg zur nächsten Tankstelle erklären, und dann würde der Tankstellenbesitzer zu mir kommen, und Geld von mir verlangen?

Wie es aussieht hat die Verlagslobby – vermutlich unter der Federführung des Springer Verlags – die zerbröckelnde Regierung genug bearbeitet, denn nun ist in bei BILD und SpOn zu lesen, dass dieses Leistungsschutzrecht nun kommen soll.
Ich verlinke mal nicht auf diese Seiten, am Ende soll ich noch dafür bezahlen, und mehr als eine dpa-Meldung haben die auch ‚eh noch nicht.

Was sind nun die Hintergründe? Hat die Verlegerlobby mittlerweile einfach genug rumgejammert, dass die Regierung aus Mitleid auf ihre unlogischen Befindlichkeiten eingeht? Eher unwahrscheinlich.
Will die Koalition aus einer sterbenden Partei der Besserverdienenden und den klassischen Bürgerrechtsfeinden in der Union nun einfach noch mal möglichst viel Schaden anrichten, bevor sie 2013 abgewählt werden? Auch eher unwahrscheinlich. Auch nach 2013 wird die CDU wohl weiter regieren können, sei es nun mit den Grünen oder der SPD.
Droht die BILD damit, auch den nächsten Bundespräsidenten abzuschießen, wenn das Leistungsschutzrecht nicht kommt? Man weiß es nicht.

Was wird Google zu dem geplanten Gesetz sagen? Ich hoffe ja, die haben den Arsch in der Hose, die Onlinezeitungen einfach alle von ihrem Index zu nehmen. Sollen die doch sehen, wie sie ohne Suchmaschinen und Aggregatoren noch ihre Leser kriegen.
Und wo sind die ganzen ach-so-kompetenten Netzpolitiker gewesen, die die Koalitionsparteien angeblich vorzuweisen haben? Sind die alle kollektiv gerade in Urlaub? Oder hatten sie bloss keine Lust ihren Kollegen zu sagen, was für ein Schwachsinn das alles ist?

Das einzig gute an der Sache ist wohl nur, dass damit wohl auch das Ende der FDP endgültig besiegelt ist.

Mehr und fundierteres zu dem Thema findet ihr bei Netzpolitik, Stefan Niggemeier und hier und hier bei Kaffee bei mir. Ausserdem ist dieser ältere Rant von Sixtus noch zu erwähnen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , , , , ,
Feb
22
2012
1

Wiedermal das Ende der Anonymität im Netz…

Auf 33 Bits of Data findet sich ein neuer Zwischenstand in der Forschung um Entanonymisierung von Texten.

Es geht, kurz gesagt, um die Frage ob der Schreibtil ausreicht, um einen anonym verfassten Text mit anderen, nicht anonymen abzugleichen, und somit den Urheber festzustellen.
Die Antowort ist: Jein.
Es klappt in vielen Fällen – im moment trainiert man an Beiträgen aus den selben Blogs, die für die Versuchsanordung anonymiesiert wurden.
Hier gelang die korrekte Zuordnung des korrekten Autors in 20% der Fälle, in 35% der Fälle handelte es sich um einen der 20 als wahrscheinlichsten ausgegebenen Urheber.
Der Autor von 33 Bits weist darauf hin, dass bei echten Ermittlungen nach dem Urheber noch andere Informationsquellen bei der Identifizierung des Autors helfem, wie zum Beispiel ein eventuell lokales Thema des anonymen Textes, oder abgefragte Login-Daten.
Vermutlich werden bei echten Ermittlungen die Erfolgsraten viel höher sein.

Die Methode zur Stilidentifizierung funktioniert wohl auch über verschiedene Kontexte hinweg, wenn man also unter seinem Namen nur über südschlesische, antike Gartenlauben bloggt, können irgendwelche revolutionären Schriften einem trotzdem noch zu 12% zugeordnet werden, wenn der Stil sich nicht ändert.

Das sind alles eher unschöne Nachrichten für Autoren die aus irgendwelchen Gründen anonym bleiben müssen, und da gibt es ja bekanntlich auch in einer freien demokratischen Gesellschaft genug.

Allerdings gibt es Möglichkeiten sich besser zu schützen, wie 33 Bits auch ausführt:

The good news for authors who would like to protect themselves against deanonymization, it appears that manually changing one’s style is enough to throw off these attacks. Developing fully automated methods to hide traces of one’s writing style remains a challenge. For now, few people are aware of the existence of these attacks and defenses; all the sensitive text that has already been anonymously written is also at risk of deanonymization.

Manuell seinen Schreibstil zu ändern ist also eine Möglichkeit, die sicherlich einfacher klingt, als sie ist.
Man könnte also in seinen kritischen Schriften gegen ein unterdrückerisches Regime bewusst nur in Hauptsätzen schreiben, während man in seinem Gartenblog, dass nicht anonym veröffentlich wurde und mit dem man vielleicht sogar eine überregionale Berühmtheit erlangt hat, zu einem Schreibstil neigt, der eher in unerträgliche Bandwurmsätze – wie eben diesen hier – ausartet.
Oder man macht es anders herum.

Eine weitere Möglichkeit, die ich mir so überlegt habe, wäre seinen eigenen Text in eine der kostenlosen Übersetzungsanwendungen wie babelfish zu geben, und ihr durch verschiedene Sprachen zu prügeln, bevor man ihn wieder in seine Wunschsprache übersetzt.
Aus einem Absatz über die Artikel des Grundgesetzes würde aus:

Entscheidende Frage dabei ist, wieweit die staatliche Schutzpflicht aus dem objektiven Gehalt der Grundrechte den Staat dazu ermächtigt, in Grundrechte Beteiligter einzugreifen. Diese „Schutz-durch-Eingriff“-Problematik wird am Beispiel des Urteils zum Schwangerschaftsabbruch deutlich. In der vom Bundesverfassungsgericht ausgesprochenen Verpflichtung des Staates zugunsten des ungeborenen Lebens liegt zugleich ein Eingriff in die Rechte der Schwangeren, der einer Rechtfertigung bedarf. Ob hierfür die objektive Seite der Grundrechte herangezogen werden kann, ist in hohem Maße umstritten und ungeklärt.

durch den Umweg über Englisch, Französisch, Englisch:

Die entscheidende Frage ist daher, inwieweit l‘ nationale Verpflichtung des Schutzes des objektiven Inhalts der Grundrechte erlaubt l‘ Stand, um in den Grundrechten der Teilnehmer zu intervenieren. Dieser Schutz „ durch das d’“; Interferenz – das Problem wird deutlich durch l‘ Beispiel des l’urteils; Abtreibung. In l‘ Verpflichtung des l‘ Stand zugunsten des kommenden Lebens, ausgedrückt durch den föderalen Verfassungsgerichtshof, gleichzeitig befindet sich eine Interferenz in den Rechten schwangere Frauen, die eine Rechtfertigung erfordert. Wenn für dies die objektive Seite der Grundrechte befragt werden kann, in einem umstrittenen und erschütterten beträchtlichen Grad ist.

Naja, da müsste man sicher noch einmal mit der Hand bei, um das Ergebnis wieder lesbar zu machen, aber schon am ersten Halbsatz sieht man, wie eine maschinelle „Verstilung“ aussehen könnte.

Ein weiterer Weg, der mir spontan einfiel, wäre auch die Gewohnheit auf gewissen Imageboards, in einer Art künstlich vereinfachter Subsprache zu kommunizieren, in der jeder die gleichen festgelegten Phrasen benutzt. Allerdings sind hier die Textschnipsel vermutlich so klein, dass bisher sowieso noch keine Zuordnung möglich ist.

Leuten, die auch mal längere Texte schreiben, und dies auch anonym tun wollen, bliebe nur auf eine funktionierende Entstilungssoftware zu warten, die sicher irgendwo irgendjemand entwickelt.
Wenn das nicht der Fall ist: hint, hint!

Jan
16
2012
3

Neuer Trend: Peaceful Gaming

Um nochmal auf Computerspiele zurückzukommen, und dabei speziell auf Computerspiele, die bei Sicherheitspolitikfanatikern unter dem Label „Killerspiele“ bekannt sind, bin ich neulich auf ein Experiment gestoßen, dass scheinbar gerade zu einem neuen Trend wird.

Begonnen hat dieser Trend anscheinend mit einem Morrowindspieler, der sich im Netz Icehair nennt, und der die vollmundigen Versprechungen Bethesdas, was die Spielfreiheit in deren Spielen angeht, testen wollte.
Seine simple Frage: Kann man ein Rollenspiel wie Morrowind spielen, ganz ohne nicht Spieler-Charaktere zu töten?

Hier eine Art Teaser-Trailer zu dem Projekt:

Die überraschende Antwort: Es geht sogar ganz gut. Meist kommt man auf die eine oder andere Weise um den Kampf herum.

Auf dieser Seite gibt es Protokolle des Spieldurchlaufs zum Download. (Wahrscheinlich nur interessant für Leute, die sich noch in dem Spiel auskennen)

Das gleiche Experiment nahm er für das Nachfolgespiel Oblivion in Angriff, und auch hier kommt man um viele Kämpfe herum, wenn man auch gelegentlich eine Ratte rösten muss, aber Icehair beschreibt seine Charaktere selbst als Pazifisten, nicht Vegetarier.
Eine große Anzahl von Gameplay-Videos zu dem Obliviondurchlauf finden sich hier: LINK!

Googelt man ein wenig weiter, findet man Leute, die ähnliche Ambitionen für Skyrim, Bethesdas neuestes Rollenspiel, haben. Und hier schafft es jemand tatsächlich nicht einmal einer Ratte was zuleide zu tun. LINK mit Gameplayvideo hier: LINK!

Ich mag ja Rollenspiele am Computer. Besonders liegen mir die Spiele vom Bioware am Herzen und zwar seit Baldurs Gate. In Rollenspielen von Bioware ist eine solche Spielweise jedoch nicht möglich. Periodisch werden Kämpfe eingebaut, in der starken Annahme der Entwickler, dass die Gamer diese einerseits erwarten und andererseits kaum jemand ernsthaft ein Fantasy oder SF-Spiel spielen würde, ohne die Möglichkeit auf Aliens oder Monster einzudreschen ausgiebig zu nutzen.
Bethesda hat seine Spiele darauf vorbereitet, auch wenn die Hauptquest von Skyrim nicht lösbar ist, wenn man alle Drachen am leben lassen will.
Trotzdem bemerkenswert, wie ich finde.

Scheinbar ist es auch in Fallout 3 möglich – wie in der Falloutreihe wohl generell – als Pazifist durchzuspielen, allerdings kann ich das nicht bestätigen, da ich Fallout nier gespielt habe.
Hut ab allerdings. In der atomaren Postapokalypse zurechtzukommen stelle ich mir für einen Pazifisten noch schwieriger vor, als es in einer Fantasywelt zu schaffen.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Lustiges,Spass und Spiel |
Jan
06
2012
3

Jetzt auch noch Mp3-Player!

Errinnert ihr euch noch an die „gefährlichen Rollbretter“? Es gibt da jetzt einen neuen „gefährlichen Trend“ dem man, – natürlich – mit Verboten beikommen will.

Offenbar sorgen neuerdings also MP3-Stöpsel in den Ohren im Strassenverkehr vermehrt für Unfälle, daher will unser charismatischer Verkehrsminister von der Verbiete-was-du-selbst-nicht-brauchst-Partei CSU nun MP3-Player für Fußgänger verbieten.

Sicher, auch ich bin schon einmal hupend im Schritttempo hinter einem Musikhörer her gefahren, der in einer Seitenstrasse ging, und mich nicht gehört hat. Aber wie häufig passiert das? Und habe ich ihn überfahren? Nein. Weil der Autofahrer ja hinschaut, wo er hinfährt. Ebenso hat der Fußgänger auch oft selbst im Blick wo er hinläuft und wo er mit Verkehr zu rechnen hat.
Und selbst wenn wir annehmen, dass das Hören von Musik im Strassenverkehr für Fussgänger gefährlich ist, warum fällt das erst jetz auf?
Ich meine, wie lange gibt es schon Walkmans? Seit den späten 70ern? In den 80ern hatte fast jeder einen, und im Prinzip arbeiten diese archaischen Geräte auch nicht anders als die Mp3-Player von heute.
Wie kann es also jetzt einen Anstieg geben, wenn es wirklich an den Mp3-Playern liegt?

Und wer erstattet mir das Geld für meinen MP3-Player zurück, wenn die Dinger nun auch für Fußgänger verboten und somit de facto nutzlos werden? Herr Ramsauer sicher nicht, oder?

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr!

Nov
25
2011
6

Die Nord-SPD und Zeitlöcher ins letzte Jahrtausend.

Wie man zum Beispiel hier lesen kann, (LINK) hat die Nord-SPD eine „peinliche Panne“ beim Einbinden eines Videos auf ihrer Homepage erlebt.
Hat sie doch ein schniekes Video von irgendeinem albernen Landes-Bruhaha über eine Streamingplattform eingebunden, die Werbespots vor die Videos schaltet.
Und nun lief da doch tatsächlich Werbung für ein ’sogenanntes „Killerspiel“ ‚, wie das Nordfriesland Tageblatt wenigstens noch in Anführungszeichen schrieb. Die Lübecker Nachrichten sprechen da im Gegesatz ganz kritiklos von Killerspiel. Ohne Anführungszeichen oder ein „Sogenannt“.
Gut, nun ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Feinheiten der digitalen Kultur sich noch nicht zur Verräterpartei herumgesprochen haben, und dass die Generation Internetausdrucker auch panisch überreagiert, ist auch nichts neues. Aber einige Passagen in der Meldung bringen mich ein wenig zum Grübeln.

1.) Ursprünglich wollte ich mir die Frage stellen, warum irgendjemand Werbung für ein Computerspiel aus den späten Neunzigern schaltet. Die Frage konnte ich mir allerdings durch simples Googeln schon selbst beantworten.
Es handelt sich in der Tat um den alten Shooter von 1997, der aber neu aufgelegt wurde. Jetzt sieht er moderner aus, und es wird wohl auch ganz normal Werbung dafür geschaltet. Einen Trailer kann man bei Youtube bewundern. (LINK)

2.)

„Seit Jahren wissen wir, was solche Killerspiele in jungen Menschen verursachen können“, erklärte die CDU-Abgeordnete Heike Franzen.

Seit wann wissen wir was „Killerspiele“ anrichten können? Und was können sie anrichten? Hier schafft es eine Dame von der CDU nur plumpe Behauptungen in den Raum zu stellen, die seit Jahren nicht mit schlüssigen Studien belegt werden. Aber CDU halt. Die glauben an ihre Meinungen halt eher religiös und lassen sich da von Fakten nicht verwirren.

3.) Gleich weiter im Text:

Ihr sei unerklärlich, wie ein Politiker „eine solche Werbung auf seinem persönlichen Internetauftritt überhaupt zulassen kann“. Albig hätte das unterbinden müssen.

Ein noch nicht einmal in die Regierung gewählter Landespolitiker soll also einer unabhängigen Streamingplattform bestimmte Werbespots verbieten, die vermutlich in den AGBs vorgesehen und von den Uploadern bei der SPD durch Nutzung des Service abgenickt wurde? Die CDU ist lustig. Die beschweren sich vermutlich auch darüber, dass Sigmar Gabriel dem Klima nicht verbietet sich zu erwärmen.

4.)Die FDP lässt sich die Gelegenheit auch nicht nehmen, der SPD nochmal eins mitzugeben.

Katharina Loedige (FDP) reagierte bissig. Albigs Video stelle klar, „wie gutes Regieren mit Sozialdemokraten aussehen würde: Wenn schon der Vorspann daneben ist, kann man auch den Hauptfilm vergessen.“

Anstatt den Vorfall als solchen zu kommentieren, spinnt die Frau von der FDP einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen dem Spot und der SPD. Und dann nennt sie einen als solchen vorgeschalteten Werbespot auch noch „Vorspann“ und grenzt diesen verbal vom „Hauptfilm“ ab.
Liebe Frau Loedige: Ein Vorspann ist der Teil eines Films, wo wir die Namen der Produktionsfirmen und – mit Glück – des Regisseurs um die Ohren gehauen bekommen. Manchmal sogar den Filmtitel. Ein Vorspann ist Teil des Hauptfilmes.
Was Sie meinen ist ein Vorfilm. Der Kommt in Kinos vor dem Film, ist aber eine inhaltlich vom Hauptfilm getrennte Sache. Und nur weil als Vorfilm irgendwas kommt, was ich nicht mag, kann der Hauptfilm dadurch nicht schlechter werden. Zumal beide nichts miteinander zu tun haben, bis auf die zeitliche Nähe in der die Aufführung stattfindet.
Allerdings ist der Werbespot am Video auch kein Vorfilm, es sei den die diletantische „Lampenladen Bahnhofstrasse“-Werbung, die ich im Kino über mich ergehen lassen muss, sei ein Vorfilm. Ist sie aber nicht, es handelt sich um Werbung.
Was die Dame der FDP hier – nur um eine billige Spitze gegen die SPD zu produzieren – beweist, ist so ziemlich genau das exakte Gegenteil von Medienkompetenz.

Und ist euch mal aufgefallen, dass die FDP in letzter Zeit immer gleich mit Beleidigungen kommt? Regieren mit der SPD ist wie Ballerspiel, Sigmar Gabriel ist dick und lächerlich und so weiter… Die haben wohl keine Argumente mehr. Ist ja wie Kindergarten mit denen.

5.)Und die SPD hat aber auch noch was zu sagen:

Die SPD nahm das Video gestern von der Seite. Sprecher Amin Hamadmad bedauerte den „technischen Fehler“. […] Weil ein Mitarbeiter erkrankt sei, habe man diesmal das Angebot einer Internetplattform genutzt.

Bei der SPD ist es also ein technischer Fehler, wenn ein Mitarbeiter erkrankt. Das ist der Beweis: Bei der SPD arbeiten nur Roboter.
Das ist alles so doof, da mag ich gar nicht weiter kommentieren.

Natürlich mach ich es aber trotzdem.

6.) Zu guter letzt kommt dann noch der berüchtigte Herr Pfeiffer von seinem eigenen Anti-Killerspiel-institut, und redet irgendwas nicht zum Thema passendes, das nicht zum Thema passt. Jungen gerieten durch Killerspiele ins Abseits, weil sie ihre Hausaufgeben vernachlässigten.
Gibt es keine Gamerinnen? Oder geraten die nur nicht ins Abseits? Und welche Gefahr geht von einem SPD-Video aus, das junge Leute sicher meiden wie die Pest, denn, Herr Pfeiffer, um so eins geht es hier.
Hier noch ein Link zu der unabhängigen Meinung eines Experten zu Herrn Pfeiffer: LINK!

7.) Wenn Goldeneye, das Spiel, ein „Killerspiel“ ist, ist die James-Bond-Reihe dann auch generell eine Reihe von „Killerfilmen“? Ich hatte bis heute gedacht, dass es sich dabei um ein geschätztes und traditionsreiches Kulturgut der westlichen Welt handelt.

Fazit:
Viel Wind um nichts. Der SPD ist ein kleineres Mißgeschick passiert, auf das mehrere andere Parteien sofort anspringen und versuchen sich zu profilieren, indem sie die SPD schlecht machen. Die SPD schafft es dann aber ganz alleine sich ein wenig zum Horst zu machen, indem sie das Unwissen der Vertretung für den kranken Kollegen als „technischen Fehler“ bezeichnet.
Die FDP zerlegt mal eben in wenigen Sätzen ihre Medienkompetenz, und die CDU, die nicht ohne Experten ihr Facebookprofil ändern kann, rügt die SPD für das Übersehen einer Klausel in AGBs. Einzig die Grünen kommentieren nicht, wo es eigentlich nichts zu kommentieren gilt. Die einzigen Gewinner – bzw. nicht Verlierer – hier.

P.S: Das Zeitungen, also journalistische Erzeugnisse mit Qualitätskontrolle, noch immer von „Killerspielen“ reden, selbst wenn sie von „sogenannten ‚Killerspielen‘ “ reden, lässt sie auch eher auf der Deppenseite dieser Geschichte stehen.

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Aug
30
2015
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Reichskrimi

Für wohl jede Gegend in Deutschland gibt es vermutlich den eigenen Lokalkrimi. Moselromane, Pfalzromane, Rhein-Main-Krimis, Hinterm-Deich-Romane, vor einiger Zeit haben ich mal einen Krimi angefangen, der in einem Dorf bei mir um die Ecke spielt. Dieser wurde verlegt vom Gmeiner-Verlag, der sich scheinbar auf die Kunden von Bahnhofsbuchhandlungen spezialisiert hat, denn woanders habe ich die betreffenden Bücher noch nie gesehen.
Heute morgen habe ich in meiner örtlichen Bahnhofsbuchhandlung jedoch einen neuen, irgendwie beunruhigenden Trend entdeckt: Reichskrimis.

Da gibt es gleich von verschiedenen Autoren Bücher wie „Rassenwahn“, „Führerbefehl“, „Walküre Alarm“, „Endstation Reichskanzlei“ und weitere Kandidaten, die in das gleiche Genre (?) passen.
Mit Blick auf den Klappentext erfahren wir, dass die Romane teilweise in der Nazizeit spielen, teilweise 70 Jahre später oder mehr, aber sich mit Ereignissen der Nazizeit auseinandersetzen.

Und es scheint sich zu verkaufen, denn warum sonst hätte der Gmeiner-Verlag, dessen Deichkrimis in meiner Bahnhofsbuchhandlung hingegen nicht mehr entdecken konnte, sich voll und ganz auf die Reichskrimis verlegt?
Sind Nazis die neuen Glitzervampire? Ist das der neue Trend? Handelt es sich um krude Nazisploitation oder um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem dritten Reich, verpackt in leichte Unterhaltung? Und was ich sowieso die ganze Zeit wissen will: WTF?

In einer Zeit in der täglich Asylunterkünfte brennen, in der bei uns im Ort das griechische Restaurant angezündet wurde und sich Rechtsradiale überall im Internet und im realen Leben breitmachen, stößt mir die Naziinvasion im Bücherregal irgendwie sehr unangenehm auf.

Written by Heiko C. in: Bücher,Gruseliges,Politisches |
Jun
12
2013
1

Meinungsfreiheit und die Union

Immer wieder halten besonders konservative Politiker zur Verteidigung ihrer krudesten Thesen die Meinungsfreiheit hoch. Im Internet gibt es da mittlerweile schöne Sammlungen. Hier zum Beispiel ein Tumblr, dass homophobe Äußerungen von reaktionären Politikern mit Bildern derselben Bündelt und gesammelt online stellt.
Eine andere Einstellung haben Unionspolitiker, wenn es um Meinungen geht, die sie selbst nicht vertreten, da wird dann gerne auf ein ganzes Arsenal an Einschüchterungs- und Abwehrmaßnahmen zurückgegriffen.

Berichtet das ZDF mal so, wie es nicht soll, ruft man vorher an um das Programm im Sinne der Parteilinie zu beeinflussen.
Erscheint in der Zeitung ein kritischer Leserbrief über die eigene Partei, wird auch gerne mal abgemahnt, und wenn ein Tweet erscheint, der einer Justitzministerin unangenehm ist, kommt neuerdings auch schon mal die Polizei vorbei.

Und die werden von einem nicht unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung gewählt.
Super.

Mrz
22
2013
3

Irrsinn mit Pfote 2: Neues von Jack Wolfskin

Einige werden sich noch an die Geschichte von vor ein paar Jahren erinnern, als die Jackenfirma Jack Wolfskin die Verkaufenden einer Internet-Heimwerkerbörse namens Dawanda abmahnen ließ, weil sie die Frechheit besaßen Kleidungsstücke mit Katzenpfoten zu vertreiben.
Katzenpfoten sehen scheinbar für die Trapper_innen bei Jack Wolfskin der Wolfspfote sehr ähnlich, die Jack Wolfskin als Marke hat schützen lassen. Unter anderem auch für Kleidungsstücke.
Es gab einen mittelgroßen bis großen Shitstorm, Jack Wolfskin hat die Abmahnungen zurückgenommen, aber nicht begriffen, was sie falsch gemacht hatten. Die heimwerkenden Dawandaanbieter_innen mussten jedenfalls ihre Katzenpfotensachen aus dem Shop nehmen um einer Klage zu entgehen.
Nun hat der Mahnzorn der Firma, die so etwas wie das Apple unter den Outdoorbekleidungshersteller_innen ein neues unwahrscheinliches Opfer getroffen: Die Produktionsfirma des aktuellen „Fünf Freunde“-Filmes. Das Logo der Filmreihe, die schon einige Jahre besteht, zeigt eine Hundetatze, bei der die einzelnen Krallen durch Fingerabdrücke ersetzt wurden.
Und ganz ehrlich: Ich hab das kommen sehen. Als vor ein paar Monaten ein Trailer des Filmes mit diesem Logo in den Kinos lief, musste ich an die Dawandasache denken.

Ich hoffe, dass die Produktionsfirma des Filmes über längeren finanziellen Atem verfügt als die Dawandaverkäufer_innen und es auf eine Klage ankommen lassen. Ich finde es unglaublich unsinnig, dass Tierpfoten, die Farbe Rot oder ein stilisierter Apfel als Marke schützbar sind.
Weder ein Pfotenabdruck noch ein Apfel erreichen die Schöpfungshöhe. Jeder Hund kann einen Pfotenabdruck machen – es sei denn, er hat keine Beine und das wollen wir ihm nicht wünschen.
Ich hoffe solch ein Blödsinn wird in Zukunft unterbunden.

Aktuelle Links entfallen, weil Leistungsschutzrecht.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Dez
06
2012
--

Studentin aus Las Vegas heiratet Pappschablone von Edward Cullen

Das das Twilight-Fandom teilweise merkwürdige Blüten treibt, haben wir ja schon gesehen, allerdings wird es dann jetzt spätestens albern. Wie die Mail Online vermeldet, wird sich eine Studentin der Universität von Nevada im Januar das Ja-Wort geben. Und zwar mit einer lebensgroßen Pappschablone des bekannten Glitzervampirs aus Funk und Fernsehen.
Mit ausreichenden Englischkenntnissen könnt ihr die ganze Geschichte hier nachlesen.

Die 24jährige ist allerdings nicht komplett verrückt geworden, sondern führt die ganze Sache als ein Projekt für ihre Masterarbeit auf. Das beruhigt mich etwas, allerdings ist mir nicht so recht klar, was bei der Sache herauskommen soll.
Aber: Wenn’s der Wahrheitsfindung dient?

Mrz
05
2012
--

ACTA, ACTA, POPACTA!

Ach ja, und unterschreibt alle bitte mal die Onlinepetition gegen Acta: LINK!
Nachdem Erfolg der Onlinepetition gegen das Zensursulagesetz wär‘ es doch peinlich, wenn wir hier nicht einmal das Quorum voll bekommen. Bis zum 22.3. müssen da 50.000 Leute mitgezeichnet haben. Also macht bitte mal.

Was ist an ACTA so schlimm? Ihr könnt hier eine juristische Einschätzung lesen, und hier eine Einschätzung in normalem Deutsch.

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: , , , , , ,
Mrz
05
2012
1

„Leistungsschutzrecht“ kommt nun scheinbar doch

Weil die Verlage Geld von Google wollen, wenn Google auf die Online-Angebote der Verlage verweist, war schon vor der Bundestagswahl ’09 ein sogenanntes „Leistungsschutzrecht für Verlage“ im Gespräch.
Ich hab da bei Gelegenheit schon mal was drüber geschrieben. Es handelt sich um eine vollkommen blödsinnige Idee, bar jeder Logik und ohne ein Gespür für Gerechtigkeit zusammengeklöppelt. Es gibt keine „Raubkopien“ von Zeitungen im Netz, die Zeitungen stellen ihre Artikel ja selbst online. Und Geld will man jetzt von denen, die auf die Zeitungen verlinken?
Ist das nicht, als würde ich jemandem den Weg zur nächsten Tankstelle erklären, und dann würde der Tankstellenbesitzer zu mir kommen, und Geld von mir verlangen?

Wie es aussieht hat die Verlagslobby – vermutlich unter der Federführung des Springer Verlags – die zerbröckelnde Regierung genug bearbeitet, denn nun ist in bei BILD und SpOn zu lesen, dass dieses Leistungsschutzrecht nun kommen soll.
Ich verlinke mal nicht auf diese Seiten, am Ende soll ich noch dafür bezahlen, und mehr als eine dpa-Meldung haben die auch ‚eh noch nicht.

Was sind nun die Hintergründe? Hat die Verlegerlobby mittlerweile einfach genug rumgejammert, dass die Regierung aus Mitleid auf ihre unlogischen Befindlichkeiten eingeht? Eher unwahrscheinlich.
Will die Koalition aus einer sterbenden Partei der Besserverdienenden und den klassischen Bürgerrechtsfeinden in der Union nun einfach noch mal möglichst viel Schaden anrichten, bevor sie 2013 abgewählt werden? Auch eher unwahrscheinlich. Auch nach 2013 wird die CDU wohl weiter regieren können, sei es nun mit den Grünen oder der SPD.
Droht die BILD damit, auch den nächsten Bundespräsidenten abzuschießen, wenn das Leistungsschutzrecht nicht kommt? Man weiß es nicht.

Was wird Google zu dem geplanten Gesetz sagen? Ich hoffe ja, die haben den Arsch in der Hose, die Onlinezeitungen einfach alle von ihrem Index zu nehmen. Sollen die doch sehen, wie sie ohne Suchmaschinen und Aggregatoren noch ihre Leser kriegen.
Und wo sind die ganzen ach-so-kompetenten Netzpolitiker gewesen, die die Koalitionsparteien angeblich vorzuweisen haben? Sind die alle kollektiv gerade in Urlaub? Oder hatten sie bloss keine Lust ihren Kollegen zu sagen, was für ein Schwachsinn das alles ist?

Das einzig gute an der Sache ist wohl nur, dass damit wohl auch das Ende der FDP endgültig besiegelt ist.

Mehr und fundierteres zu dem Thema findet ihr bei Netzpolitik, Stefan Niggemeier und hier und hier bei Kaffee bei mir. Ausserdem ist dieser ältere Rant von Sixtus noch zu erwähnen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , , , , ,
Feb
22
2012
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Wiedermal das Ende der Anonymität im Netz…

Auf 33 Bits of Data findet sich ein neuer Zwischenstand in der Forschung um Entanonymisierung von Texten.

Es geht, kurz gesagt, um die Frage ob der Schreibtil ausreicht, um einen anonym verfassten Text mit anderen, nicht anonymen abzugleichen, und somit den Urheber festzustellen.
Die Antowort ist: Jein.
Es klappt in vielen Fällen – im moment trainiert man an Beiträgen aus den selben Blogs, die für die Versuchsanordung anonymiesiert wurden.
Hier gelang die korrekte Zuordnung des korrekten Autors in 20% der Fälle, in 35% der Fälle handelte es sich um einen der 20 als wahrscheinlichsten ausgegebenen Urheber.
Der Autor von 33 Bits weist darauf hin, dass bei echten Ermittlungen nach dem Urheber noch andere Informationsquellen bei der Identifizierung des Autors helfem, wie zum Beispiel ein eventuell lokales Thema des anonymen Textes, oder abgefragte Login-Daten.
Vermutlich werden bei echten Ermittlungen die Erfolgsraten viel höher sein.

Die Methode zur Stilidentifizierung funktioniert wohl auch über verschiedene Kontexte hinweg, wenn man also unter seinem Namen nur über südschlesische, antike Gartenlauben bloggt, können irgendwelche revolutionären Schriften einem trotzdem noch zu 12% zugeordnet werden, wenn der Stil sich nicht ändert.

Das sind alles eher unschöne Nachrichten für Autoren die aus irgendwelchen Gründen anonym bleiben müssen, und da gibt es ja bekanntlich auch in einer freien demokratischen Gesellschaft genug.

Allerdings gibt es Möglichkeiten sich besser zu schützen, wie 33 Bits auch ausführt:

The good news for authors who would like to protect themselves against deanonymization, it appears that manually changing one’s style is enough to throw off these attacks. Developing fully automated methods to hide traces of one’s writing style remains a challenge. For now, few people are aware of the existence of these attacks and defenses; all the sensitive text that has already been anonymously written is also at risk of deanonymization.

Manuell seinen Schreibstil zu ändern ist also eine Möglichkeit, die sicherlich einfacher klingt, als sie ist.
Man könnte also in seinen kritischen Schriften gegen ein unterdrückerisches Regime bewusst nur in Hauptsätzen schreiben, während man in seinem Gartenblog, dass nicht anonym veröffentlich wurde und mit dem man vielleicht sogar eine überregionale Berühmtheit erlangt hat, zu einem Schreibstil neigt, der eher in unerträgliche Bandwurmsätze – wie eben diesen hier – ausartet.
Oder man macht es anders herum.

Eine weitere Möglichkeit, die ich mir so überlegt habe, wäre seinen eigenen Text in eine der kostenlosen Übersetzungsanwendungen wie babelfish zu geben, und ihr durch verschiedene Sprachen zu prügeln, bevor man ihn wieder in seine Wunschsprache übersetzt.
Aus einem Absatz über die Artikel des Grundgesetzes würde aus:

Entscheidende Frage dabei ist, wieweit die staatliche Schutzpflicht aus dem objektiven Gehalt der Grundrechte den Staat dazu ermächtigt, in Grundrechte Beteiligter einzugreifen. Diese „Schutz-durch-Eingriff“-Problematik wird am Beispiel des Urteils zum Schwangerschaftsabbruch deutlich. In der vom Bundesverfassungsgericht ausgesprochenen Verpflichtung des Staates zugunsten des ungeborenen Lebens liegt zugleich ein Eingriff in die Rechte der Schwangeren, der einer Rechtfertigung bedarf. Ob hierfür die objektive Seite der Grundrechte herangezogen werden kann, ist in hohem Maße umstritten und ungeklärt.

durch den Umweg über Englisch, Französisch, Englisch:

Die entscheidende Frage ist daher, inwieweit l‘ nationale Verpflichtung des Schutzes des objektiven Inhalts der Grundrechte erlaubt l‘ Stand, um in den Grundrechten der Teilnehmer zu intervenieren. Dieser Schutz „ durch das d’“; Interferenz – das Problem wird deutlich durch l‘ Beispiel des l’urteils; Abtreibung. In l‘ Verpflichtung des l‘ Stand zugunsten des kommenden Lebens, ausgedrückt durch den föderalen Verfassungsgerichtshof, gleichzeitig befindet sich eine Interferenz in den Rechten schwangere Frauen, die eine Rechtfertigung erfordert. Wenn für dies die objektive Seite der Grundrechte befragt werden kann, in einem umstrittenen und erschütterten beträchtlichen Grad ist.

Naja, da müsste man sicher noch einmal mit der Hand bei, um das Ergebnis wieder lesbar zu machen, aber schon am ersten Halbsatz sieht man, wie eine maschinelle „Verstilung“ aussehen könnte.

Ein weiterer Weg, der mir spontan einfiel, wäre auch die Gewohnheit auf gewissen Imageboards, in einer Art künstlich vereinfachter Subsprache zu kommunizieren, in der jeder die gleichen festgelegten Phrasen benutzt. Allerdings sind hier die Textschnipsel vermutlich so klein, dass bisher sowieso noch keine Zuordnung möglich ist.

Leuten, die auch mal längere Texte schreiben, und dies auch anonym tun wollen, bliebe nur auf eine funktionierende Entstilungssoftware zu warten, die sicher irgendwo irgendjemand entwickelt.
Wenn das nicht der Fall ist: hint, hint!

Jan
16
2012
3

Neuer Trend: Peaceful Gaming

Um nochmal auf Computerspiele zurückzukommen, und dabei speziell auf Computerspiele, die bei Sicherheitspolitikfanatikern unter dem Label „Killerspiele“ bekannt sind, bin ich neulich auf ein Experiment gestoßen, dass scheinbar gerade zu einem neuen Trend wird.

Begonnen hat dieser Trend anscheinend mit einem Morrowindspieler, der sich im Netz Icehair nennt, und der die vollmundigen Versprechungen Bethesdas, was die Spielfreiheit in deren Spielen angeht, testen wollte.
Seine simple Frage: Kann man ein Rollenspiel wie Morrowind spielen, ganz ohne nicht Spieler-Charaktere zu töten?

Hier eine Art Teaser-Trailer zu dem Projekt:

Die überraschende Antwort: Es geht sogar ganz gut. Meist kommt man auf die eine oder andere Weise um den Kampf herum.

Auf dieser Seite gibt es Protokolle des Spieldurchlaufs zum Download. (Wahrscheinlich nur interessant für Leute, die sich noch in dem Spiel auskennen)

Das gleiche Experiment nahm er für das Nachfolgespiel Oblivion in Angriff, und auch hier kommt man um viele Kämpfe herum, wenn man auch gelegentlich eine Ratte rösten muss, aber Icehair beschreibt seine Charaktere selbst als Pazifisten, nicht Vegetarier.
Eine große Anzahl von Gameplay-Videos zu dem Obliviondurchlauf finden sich hier: LINK!

Googelt man ein wenig weiter, findet man Leute, die ähnliche Ambitionen für Skyrim, Bethesdas neuestes Rollenspiel, haben. Und hier schafft es jemand tatsächlich nicht einmal einer Ratte was zuleide zu tun. LINK mit Gameplayvideo hier: LINK!

Ich mag ja Rollenspiele am Computer. Besonders liegen mir die Spiele vom Bioware am Herzen und zwar seit Baldurs Gate. In Rollenspielen von Bioware ist eine solche Spielweise jedoch nicht möglich. Periodisch werden Kämpfe eingebaut, in der starken Annahme der Entwickler, dass die Gamer diese einerseits erwarten und andererseits kaum jemand ernsthaft ein Fantasy oder SF-Spiel spielen würde, ohne die Möglichkeit auf Aliens oder Monster einzudreschen ausgiebig zu nutzen.
Bethesda hat seine Spiele darauf vorbereitet, auch wenn die Hauptquest von Skyrim nicht lösbar ist, wenn man alle Drachen am leben lassen will.
Trotzdem bemerkenswert, wie ich finde.

Scheinbar ist es auch in Fallout 3 möglich – wie in der Falloutreihe wohl generell – als Pazifist durchzuspielen, allerdings kann ich das nicht bestätigen, da ich Fallout nier gespielt habe.
Hut ab allerdings. In der atomaren Postapokalypse zurechtzukommen stelle ich mir für einen Pazifisten noch schwieriger vor, als es in einer Fantasywelt zu schaffen.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Lustiges,Spass und Spiel |
Jan
06
2012
3

Jetzt auch noch Mp3-Player!

Errinnert ihr euch noch an die „gefährlichen Rollbretter“? Es gibt da jetzt einen neuen „gefährlichen Trend“ dem man, – natürlich – mit Verboten beikommen will.

Offenbar sorgen neuerdings also MP3-Stöpsel in den Ohren im Strassenverkehr vermehrt für Unfälle, daher will unser charismatischer Verkehrsminister von der Verbiete-was-du-selbst-nicht-brauchst-Partei CSU nun MP3-Player für Fußgänger verbieten.

Sicher, auch ich bin schon einmal hupend im Schritttempo hinter einem Musikhörer her gefahren, der in einer Seitenstrasse ging, und mich nicht gehört hat. Aber wie häufig passiert das? Und habe ich ihn überfahren? Nein. Weil der Autofahrer ja hinschaut, wo er hinfährt. Ebenso hat der Fußgänger auch oft selbst im Blick wo er hinläuft und wo er mit Verkehr zu rechnen hat.
Und selbst wenn wir annehmen, dass das Hören von Musik im Strassenverkehr für Fussgänger gefährlich ist, warum fällt das erst jetz auf?
Ich meine, wie lange gibt es schon Walkmans? Seit den späten 70ern? In den 80ern hatte fast jeder einen, und im Prinzip arbeiten diese archaischen Geräte auch nicht anders als die Mp3-Player von heute.
Wie kann es also jetzt einen Anstieg geben, wenn es wirklich an den Mp3-Playern liegt?

Und wer erstattet mir das Geld für meinen MP3-Player zurück, wenn die Dinger nun auch für Fußgänger verboten und somit de facto nutzlos werden? Herr Ramsauer sicher nicht, oder?

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr!

Nov
25
2011
6

Die Nord-SPD und Zeitlöcher ins letzte Jahrtausend.

Wie man zum Beispiel hier lesen kann, (LINK) hat die Nord-SPD eine „peinliche Panne“ beim Einbinden eines Videos auf ihrer Homepage erlebt.
Hat sie doch ein schniekes Video von irgendeinem albernen Landes-Bruhaha über eine Streamingplattform eingebunden, die Werbespots vor die Videos schaltet.
Und nun lief da doch tatsächlich Werbung für ein ’sogenanntes „Killerspiel“ ‚, wie das Nordfriesland Tageblatt wenigstens noch in Anführungszeichen schrieb. Die Lübecker Nachrichten sprechen da im Gegesatz ganz kritiklos von Killerspiel. Ohne Anführungszeichen oder ein „Sogenannt“.
Gut, nun ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Feinheiten der digitalen Kultur sich noch nicht zur Verräterpartei herumgesprochen haben, und dass die Generation Internetausdrucker auch panisch überreagiert, ist auch nichts neues. Aber einige Passagen in der Meldung bringen mich ein wenig zum Grübeln.

1.) Ursprünglich wollte ich mir die Frage stellen, warum irgendjemand Werbung für ein Computerspiel aus den späten Neunzigern schaltet. Die Frage konnte ich mir allerdings durch simples Googeln schon selbst beantworten.
Es handelt sich in der Tat um den alten Shooter von 1997, der aber neu aufgelegt wurde. Jetzt sieht er moderner aus, und es wird wohl auch ganz normal Werbung dafür geschaltet. Einen Trailer kann man bei Youtube bewundern. (LINK)

2.)

„Seit Jahren wissen wir, was solche Killerspiele in jungen Menschen verursachen können“, erklärte die CDU-Abgeordnete Heike Franzen.

Seit wann wissen wir was „Killerspiele“ anrichten können? Und was können sie anrichten? Hier schafft es eine Dame von der CDU nur plumpe Behauptungen in den Raum zu stellen, die seit Jahren nicht mit schlüssigen Studien belegt werden. Aber CDU halt. Die glauben an ihre Meinungen halt eher religiös und lassen sich da von Fakten nicht verwirren.

3.) Gleich weiter im Text:

Ihr sei unerklärlich, wie ein Politiker „eine solche Werbung auf seinem persönlichen Internetauftritt überhaupt zulassen kann“. Albig hätte das unterbinden müssen.

Ein noch nicht einmal in die Regierung gewählter Landespolitiker soll also einer unabhängigen Streamingplattform bestimmte Werbespots verbieten, die vermutlich in den AGBs vorgesehen und von den Uploadern bei der SPD durch Nutzung des Service abgenickt wurde? Die CDU ist lustig. Die beschweren sich vermutlich auch darüber, dass Sigmar Gabriel dem Klima nicht verbietet sich zu erwärmen.

4.)Die FDP lässt sich die Gelegenheit auch nicht nehmen, der SPD nochmal eins mitzugeben.

Katharina Loedige (FDP) reagierte bissig. Albigs Video stelle klar, „wie gutes Regieren mit Sozialdemokraten aussehen würde: Wenn schon der Vorspann daneben ist, kann man auch den Hauptfilm vergessen.“

Anstatt den Vorfall als solchen zu kommentieren, spinnt die Frau von der FDP einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen dem Spot und der SPD. Und dann nennt sie einen als solchen vorgeschalteten Werbespot auch noch „Vorspann“ und grenzt diesen verbal vom „Hauptfilm“ ab.
Liebe Frau Loedige: Ein Vorspann ist der Teil eines Films, wo wir die Namen der Produktionsfirmen und – mit Glück – des Regisseurs um die Ohren gehauen bekommen. Manchmal sogar den Filmtitel. Ein Vorspann ist Teil des Hauptfilmes.
Was Sie meinen ist ein Vorfilm. Der Kommt in Kinos vor dem Film, ist aber eine inhaltlich vom Hauptfilm getrennte Sache. Und nur weil als Vorfilm irgendwas kommt, was ich nicht mag, kann der Hauptfilm dadurch nicht schlechter werden. Zumal beide nichts miteinander zu tun haben, bis auf die zeitliche Nähe in der die Aufführung stattfindet.
Allerdings ist der Werbespot am Video auch kein Vorfilm, es sei den die diletantische „Lampenladen Bahnhofstrasse“-Werbung, die ich im Kino über mich ergehen lassen muss, sei ein Vorfilm. Ist sie aber nicht, es handelt sich um Werbung.
Was die Dame der FDP hier – nur um eine billige Spitze gegen die SPD zu produzieren – beweist, ist so ziemlich genau das exakte Gegenteil von Medienkompetenz.

Und ist euch mal aufgefallen, dass die FDP in letzter Zeit immer gleich mit Beleidigungen kommt? Regieren mit der SPD ist wie Ballerspiel, Sigmar Gabriel ist dick und lächerlich und so weiter… Die haben wohl keine Argumente mehr. Ist ja wie Kindergarten mit denen.

5.)Und die SPD hat aber auch noch was zu sagen:

Die SPD nahm das Video gestern von der Seite. Sprecher Amin Hamadmad bedauerte den „technischen Fehler“. […] Weil ein Mitarbeiter erkrankt sei, habe man diesmal das Angebot einer Internetplattform genutzt.

Bei der SPD ist es also ein technischer Fehler, wenn ein Mitarbeiter erkrankt. Das ist der Beweis: Bei der SPD arbeiten nur Roboter.
Das ist alles so doof, da mag ich gar nicht weiter kommentieren.

Natürlich mach ich es aber trotzdem.

6.) Zu guter letzt kommt dann noch der berüchtigte Herr Pfeiffer von seinem eigenen Anti-Killerspiel-institut, und redet irgendwas nicht zum Thema passendes, das nicht zum Thema passt. Jungen gerieten durch Killerspiele ins Abseits, weil sie ihre Hausaufgeben vernachlässigten.
Gibt es keine Gamerinnen? Oder geraten die nur nicht ins Abseits? Und welche Gefahr geht von einem SPD-Video aus, das junge Leute sicher meiden wie die Pest, denn, Herr Pfeiffer, um so eins geht es hier.
Hier noch ein Link zu der unabhängigen Meinung eines Experten zu Herrn Pfeiffer: LINK!

7.) Wenn Goldeneye, das Spiel, ein „Killerspiel“ ist, ist die James-Bond-Reihe dann auch generell eine Reihe von „Killerfilmen“? Ich hatte bis heute gedacht, dass es sich dabei um ein geschätztes und traditionsreiches Kulturgut der westlichen Welt handelt.

Fazit:
Viel Wind um nichts. Der SPD ist ein kleineres Mißgeschick passiert, auf das mehrere andere Parteien sofort anspringen und versuchen sich zu profilieren, indem sie die SPD schlecht machen. Die SPD schafft es dann aber ganz alleine sich ein wenig zum Horst zu machen, indem sie das Unwissen der Vertretung für den kranken Kollegen als „technischen Fehler“ bezeichnet.
Die FDP zerlegt mal eben in wenigen Sätzen ihre Medienkompetenz, und die CDU, die nicht ohne Experten ihr Facebookprofil ändern kann, rügt die SPD für das Übersehen einer Klausel in AGBs. Einzig die Grünen kommentieren nicht, wo es eigentlich nichts zu kommentieren gilt. Die einzigen Gewinner – bzw. nicht Verlierer – hier.

P.S: Das Zeitungen, also journalistische Erzeugnisse mit Qualitätskontrolle, noch immer von „Killerspielen“ reden, selbst wenn sie von „sogenannten ‚Killerspielen‘ “ reden, lässt sie auch eher auf der Deppenseite dieser Geschichte stehen.