Sep
16
2009
3

Kleine Linksammlung zur Polizeigewalt

Am letzten Wochenende kam es ja zu – ich nenn’s mal – “Rangeleien” zwischen unbewaffneten, friedlichen Demonstranten und der Polizei. Da es mittlerweile auch schon durch die Mainstrammedien gegangen ist, und irgendwie alle drüber schreiben, will ich auch.

Das ganze begab sich auf der Demo “Freiheit statt Angst”, die am 12.9 in Berlin stattfand. Eine Kurzzusammenfassung der Ereignisse findet sich unter anderem bei Fefe. Hier, weiter geht’s dann hier, hier, hier, hier, hier, hier und auch hier.

Die Videos stehen noch bei Youtube und Vimeo:

die Vorgeschichte

freiheit statt angst / freedom not fear – demo 12.09.2009 from Gerd Eist on Vimeo.

die Prügelei

Die Presseerklärung der Polizei gibt’s hier: Klick!

Und híer eine Gegenerklärung des Anwaltes eines der beteiligten Demonstranten: Klick!

So. Und weil ich gerade so schön viele Links raushau, hier noch ein paar, die bei der Einschätzung der Situation hilfreich sein könnten:
Intensitätsstufen körperlicher Gewalt
Einfache körperliche Gewalt

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Gruseliges | Schlagwörter: ,
Sep
06
2009
0

Mal so, Mal so Akt XIII: Schäuble, die CDU und Stasi-Vergleiche

Unser freundlicher Innenminister von der CDU-Partei hat sich ja schon mehrfach öffentlich zum allseits bekannten Internetmem “Stasi 2.0″ geäußert, wie zum Beispiel auch schon in der Sendung Bauerfeind:

Etwa ab Minute 4:
Bauerfeind: Wenn man jetzt sagt “Stasi 2.0″ wäre, was man in letzter Zeit als Ihr Image bezeichnen könnte, in wie fern entspricht das dem, was Sie eigentlich sein möchten?

Schäuble: Na, wissen Sie, “Stasi 2.0″ kann ich nur deswegen mit Schmunzeln ertragen, weil ich denjenigen die es sagen, unterstelle, zu ihren Gunsten, dass sie nicht wissen, was Stasi ist. Das ist nämlich das genaue Gegenteil. Unser freiheitlicher Rechtsstaat sorgt ja dafür, dass die Menschen ihre Freiheit leben können. Deswegen steht ja im Grundgesetz: “Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten, und zu schützen-”

Bauerfeind: Ja, aber es geht ja mehr um ihr Image, ob Sie das stört. [...]

Written by Heiko C. in: Mal so Mal so,Politisches | Schlagwörter: , ,
Aug
21
2009
1

Wo bin ich hier eigentlich?

Tja, vielleicht fragen sich einige, warum ich nur noch so selten hier reinschreibe, zur Zeit.
Das hat zwei Gründe:
1. Ist zur Zeit Hauptsaison, also habe ich wirklich wirklich viel Stress bei der Arbeit auf Sylt
und
2. Sind die Dinge, die momentan so in der Politik passieren nur noch geeignet mich entweder sprachlos zu machen, oder so wütend, dass ich große schwierigkeiten habe irgendwie noch sachlich zu bleiben, wenn ich hier schreibe. Ist ja sowieso schwer genug, irgendwie sachlich zu bleiben.

An Punkt 1 kann ich nicht viel ändern, und will ich auch gar nicht, denn immerhin sorgt er auch dafür, dass Geld in meine verwaiste Kasse spült.

Was Punkt 2 angeht, kann ich jedoch wenigstens mal ein wenig zusammenfassen, was mich so aufregt. Genug angesammelt hat sich da ja.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , ,
Aug
10
2009
0

Aktuell: Blogeintrag der Gegenwart

Das Problem mit Titeln wie dem obigen ist, dass dieser Blogeintrag, selbst wenn er heute noch auf der Höhe der Zeit ist, morgen schon nicht mehr aktuell sein, geschweige denn die Gegnwart beschreiben wird. Allerdings könnte ich aufgrund der Funktionsweise des Internets diesen Artikel ja täglich aktualisieren, und hier reinschreiben, was gerade so aktuell in der Gegenwart passiert.

Bei Büchern aus Papier geht das nicht. Die neigen dazu, schon dann nicht mehr aktuell und gegenwartsbezogen zu sein, wenn man sie das erste Mal im Buchhandel erblickt.

So musste ich dann ein wenig schmunzeln, als mir heute eine alte Ausgabe des “Lexicons der Gegenwart” in die Hände fiel.

Auf dem Cover sehen wir ein dickes schwarzes Wort “Aktuell” auf rotem Grund, darunter in etwas kleinerer Schlagzeilenschrift “Lexicon der Gegenwart”, und wieder darunter ein paar Bilder, die offenbar zur Zeit des Layoutens dieses Buches aktuell waren.

Written by Heiko C. in: Bücher,Politisches | Schlagwörter: ,
Jul
31
2009
0

Taktisch Wählen 2009

Also. Ich hab mir ja eigentlich vorgenommen, nicht mehr taktisch zu wählen, alleine schon weil der Unterschied zwischen CDU und SPD ja immer mehr zu verwischen scheint. Auch die FDP redet scheinbar immer nur von Bürgerrechten, und wenn’s drauf ankommt spielen die sogenannten “Liberalen” dann doch den Stiefelknecht für die Grundrechtsabschaffer in der Union.
Wie ein Herr Güldner von den Bremer Grünen mit seiner Verbalrandale in der Welt deutlich zeigt, und auch die Enthaltungen eines Drittels der Bundestagsfraktion der Grünen bei der Abstimmung zum Zensursulagesetz nahelegen, scheinen die Grundrechte den Grünen auch nicht sehr am Herz zu liegen. Natur geht auch ohne Internet, schon klar. Was das angeht, geht Natur auch ohne Bürgerrechte. Obwohl mir die Natur am Herzen liegt, will ich trotzdem nicht auf eine freie Gesellschaft verzichten. Warum muss das überhaupt ein Widerspruch sein? Mittlerweile wird mir fast schon übel, wenn ich daran denke, dass ich die schon so oft gewählt habe.
Setzen sich die Linken für Bürgerrechte ein? In der Opposition vielleicht, aber in der Pragmatik der Regierung wird auch bei denen gerne mal der Schwerpunkt woandershin gelegt.
Bei dieser Auswahl das kleinere Übel zu wählen ist schwierig, weil die Übel alle relativ gleich groß sind.

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: , ,
Jul
23
2009
6

Dörflicher Überwachungswahn

Ich wohne in Leck. Das ist ein kleiner Ort in Nordfriesland, der sich gerne als Nordfrieslands “grünes Herz” sieht. Das Hintergrundbild meines Blogs zeigt einen Blick von der Brücke über die Lecker Au. Leck hat etwas mehr als 7000 Einwohner, 2007 waren es jedenfalls noch etwa 7700. Und Leck wird videoüberwacht.

Wenn es nur um die Videoüberwachung vor einer Bank geht, wie etwa hier vor der VR-Bank, dann lasse ich mir das ja noch gefallen.
An der Laterne ist ein Schild

Diese unauffälligen Schilder habe ich allerdings an einigen verschiedenen Stellen in Leck entdeckt.

Der Platz vor der Bank ist von Kameras erfasst, der Platz an der Brücke über die Au, der mir mein Hintergrundbild bescherte auch, dann noch vor’m Dönermann und auf dem Platz vor dem Kino stehen auch gleich mehrere solcher Schilder.

Es scheint, dass pro 1000 Einwohner in Leck mindestens eine Kamera aufgestellt wurde. Auf dem Weg zur Arbeit werde ich von allen gefilmt. Was dann mit den Aufnahmen passiert, weiß ich nicht.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gruseliges,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter:
Jul
19
2009
1

Google will die Weltherrschaft. Und unsere Krankendaten.

Google hat eine Funktion, Google Health, wo man sich in seinen Googleaccount einloggen, und all seine Krankendaten eingeben kann. Nun kann man auch all sein eingescanntes medizinisches Dokumentenzeug da eingeben. Das alles kann dann natürlich mit allen anderen Daten, die Google über einen sammelt in Zusammenhang gestellt werden.  Ich finde das gruselig, auch wenn Google immer noch sympathischer erscheint als unsere eigene Regierung.


Google by ~absolutcure on deviantART

Nachtrag: Ich hätte den Artikel auch “Datenkrake will Krankendaten” nennen können, doch nun ist’s zu spät. Verdammt.

Written by Heiko C. in: Gruseliges | Schlagwörter: ,
Jul
18
2009
0

Am Rande rechtsfrei II. – Sprache ist kein grammatikfreier Raum

Folgendes Fundstück bekommt keine Nominierung für den RRW, weil es sich um eine Pressemitteilung handelt, die schon etwas älter ist. Genau genommen handelt es sich um eine Mitteilung aus dem Februar 2007, womit ein aktueller Bezug nicht mehr wirklich gegeben ist, obwohl diese vermaledeite Phrase drin vorkommt, und zwar mehrmals.

Das ganze ist dann aber wirklich zu dämlich, um es nicht hier festzuhalten.

Die CDU profiliert sich ja nun schon seit einigen Jahren recht erfolgreich als Anti-Internetpartei, und die Spitze der SPD lässt sich ja auch lieber mit Reiseschreibmaschinen fotografieren anstatt mal was interessantes online zu schreiben. Dass aber offenbar die Grünen sich ganz offiziell als drittplatzierte Internetausdruckerpartei profiliert haben, und das schon 2007, finde ich enttäuschend, und kaum zu glauben.


Fantastic Typewriter by ~BlueBirdie on deviantART

Jul
15
2009
4

Undiplomatische Verwicklungen

Es ist doch alles einfach nicht mehr zu fassen:

Wie bei Netzpolitik zu lesen ist, hat Ursula von der Leyen in einem Interview bei Radio Sputnik Indien als Beispiel für einen dieser Schurkenstaaten genannt, der Kinderpornografie nicht ächte. Das das nicht stimmt, kann man im selben Artikel nachlesen. Es müssen hunderte (über unser Familienministerium) erboste Bürger emails und Briefe an die Indische Botschaft geschrieben haben, unter anderem hat sich auch der Bundespirat Jörg Tauss in einer Pressemitteilung für unsere Ursula bei Indien entschuldigt.


Zensursula by ~netardet on deviantART

Mittlerweile hat auch die Indische Botschaft in betont deutlicher Sprache die Vorwürfe, dass die uralte Kulturnation Kinderpornografie nicht ächte, und dass man solche von Servern in Indien nicht löschen könnte, zurückgewiesen.

Unter anderem liest man im Text dort:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Jun
13
2009
0

Mal so mal so, Akt V: CDU Politiker gegen Videoüberwachung! (Google will die Weltherrschaft)

Nanü? Wie kommt denn dies? Ist die CDU etwa endlich zur Vernunft gekommen? Leider nicht.
Wie man hier nachlesen kann, hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer (ich spar mir mal Kalauer zu dem Namen. Denkt sie euch selbst aus.) etwas gegen Googles Straßenansichtdienst “Streetview”. Dieser gefährde die Sicherheit “besonders zu schützender Politikern.”
Haben wir in Deutschland Politiker, deren Sicherheit besonders zu schützen ist? Und wenn ja, warum sitzen die nicht in der Bundesregierung? Alle die da nämlich sitzen, tun sich für das Fortbestehen unseres Landes und speziell unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung momentan als nicht gerade essentiell hervor, oder verbergen die Tatsache, dass sie es doch sind sehr gut. Macht es einen Unterschied, wenn man Merkels Kabinett gegen 17 zufällige Menschen von der Strasse – Man könnte sie ja via Streetview auswählen – austauscht?
Nun wollen zuständige Ämter die Bürger dazu bringen gegen Google aufzubegehren, und auf’s Recht am eigenen Bild zu pochen.

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