Feb
23
2010
3

Illegale Abkürzungen

Ihr habt ja alle sicher von diesem Fall gehört, wo jemandem ein Pulli von der Strasse wegbeschlagnahmt wurde, weil dieser die Buchstabenfolge “ACAB” trug. “ACAB” kann als Abkürzung für “All cops are bastards” stehen, und das heißt ja in etwa auf Deutsch “Alle Polizisten sind uneheliche Kinder”.
Ich musste da wieder dran denken, weil eine links-, rechts- anarchistische, islamistische Untergrundzelle auf Sylt nun auch diese Buchstabenfolge versprüht:

Gleich in doppelter Hinsicht illegal: Grafitto in Rantum

Egal wie man das findet Buchstaben zu verbieten, aus den gleichen Gründen gibt die KFZ-Zulassungsstelle in Limburg ja schon seit einiger Zeit auch Nummernschilder nicht mehr raus, die sich “LMAA” lesen, weil dies andere Verkehrsteilnehmer beleidigen könnte.

Ich frage mich nur, wann dann auch endlich andere beamtenbeleidigende
Buchstabenfolgen verboten werden? Die Abkürzung für “All Cops date Clowns” (Alle Polizisten verabreden sich mit Clowns) zum Beispiel erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Alleine bei Google findet man die Abkürzung mehr als 5 Millionen mal, und selbst unser derzeitiger Verteidigungsminister ließ sich schon einmal in einem T-Shirt ablichten, auf dem diese Buchstaben stehen.

Written by Heiko C. in: Linguistisches, Lustiges, Psychologisches, Wahnhaftes | Schlagwörter:,
Feb
22
2010
2

Baby-lonische Sprachverwirrung

Heute von innen an der Heckscheibe eines Autos angebracht folgenden Spruch gesehen:

“BABY AN BOARD”

Leute entscheidet euch! Entweder in Deutsch oder in Englisch!
“Baby” funktioniert ja in beiden Sprachen, aber eben nicht “Board” – außer als Teil in den eingedeutschten Formen von in “Keyboard”, “Sideboard” oder “Waterboarden”.
Alleinstehend ist “Board” im Deutschen kein Woart! Der Spruch auf besagtem Metallschild müsste also etweder ganz auf Deutsch so heißen:

“BABY AN BORD”

…oder ganz auf Englisch eben so:

“BABY ON BOARD”

…wobei man bei letzterer Variante Gefahr läuft, dass es sich ein wenig nach “Intel Inside” anhört.

Das schlimmste ist jedoch, daß es sich bei besagtem Schild nicht um ein selbstgebasteltes Pappschild stolzer, rechtschreibschwacher Eltern handelte, sondern ein Metallschild, wie man es in vielen größeren Supermärkten, mit einem von vielen dummen Sprüchen bedruckt, findet.
Bei einem Schild Marke “Eigenbau” würd’ ich ja nichts sagen, aber dass sowas aus “professioneller” Herstellung stammt, finde ich echt peinlich.

Written by Heiko C. in: Linguistisches | Schlagwörter:,
Jan
25
2010
11

Einfach zu herrlich: Englisch wird die Arbeitssprache…

Sagt der Oettinger aus dem Freistaat Bayern aus Baden-Würtemberg, wo man alles kann – außer Hochdeutsch,  und macht’s schon mal vor:

Hello english reading visitors! Watch this video! It’s in english! :D

Da ist ja der Übersetzer von neulich geradezu ein Sprachtalent, und Westerwelle könnte einen Lehrstuhl für Anglistik übernehmen.

Nee, tut mir leid, ich liege so am Boden vor Lachen und Fassungslosigkeit… Mir fällt dazu sonst nichts mehr ein…

…ich scheue mich sogar ein wenig, das in die Kategorie “Linguistisches” abzulegen, denn mit Sprache hat das nun wirklich nicht mehr viel zu tun. Der Oettinger spricht ja Englisch, wie der Brüderle Deutsch

___Nachtrag, 2 Stunden später___

10 Spitzen auf die ich zuerst nicht gekommen bin, weil ich zu sehr mit Lachen beschäftigt war, die aber naheliegend sind:

  1. Nur eine Verschwörung, um Westerwelle als Aussenminister gut aussehen zu lassen.
  2. Ist das ansteckend?

Written by Heiko C. in: Gruseliges, Linguistisches, Lustiges | Schlagwörter:, , ,
Dez
18
2009
2

Dänisch für Anfänger: Julenisser

“Jul” ist ja das dänische Wort für Weihnachten, und anders als in südlicheren europäischen Ländern gibt es in Dänemark nicht nur den Weihnachtsmann, der die Geschenke bringt, sondern auch die lustigen, kleinen, gnomenhaften Julenisser, eine Art Meinzelmännchen Heinzelmännchen, die dem Weihnachtsmann hilfreich zur Seite stehen, ganz ähnlich wie die Weihnachtselfen in den vereinigten Staaten.
Was wenige wissen: Es gibt noch andere, weniger bekannte Nisser in der dänischen Folklore.

Neben den Diakonisser, die vorwiegend in Kirchen zu finden sind, und sich von liegengebliebenen Oblaten und Meßwein ernähren, gibt es natürlich auch noch die “Geheimnisser”, die sich von verschwundenen Socken und Verschwörungstheorien ernähren.
Außerdem gibt es die in Strafvollzugsanstalten lebenden “Gefängnisser”.

Written by Heiko C. in: Linguistisches, Lustiges | Schlagwörter:, ,
Nov
20
2009
14

Noch mehr sinnlose Zeitverschwendung: Bilderrätsel!

Ihr werdet es mir wahrscheinlich nicht abkaufen, aber just nachdem ich an die 20 neue Pink-Floydrätsel gezeichnet habe, bin ich heut abend nochmal durch meine alten Germanistikaufzeichnungen gegangen, und habe einen ganzen Schwung neuer nostalgischer Rätsel entdeckt!
Diesmal jedoch nicht mit Pink Floyd als Thema, sondern mit dem vagen Oberbegriff “klassische deutsche Lyrik”. Gleich das erste Rätsel ist der Titel des Seminars, in dem ich den ganzen Kram gezeichnet habe und somit vielleicht eine Hilfe bei den anderen Rätseln.
Da ich diesmal offenbar die Lösungen nicht dabeigeschrieben hatte, musste ich selbst eine Weile überlegen, wie diese lauten. Aber wer sich ein wenig mit deutscher Poesie auskennt, der wird nicht allzu viele Schwierigkeiten haben.

Ich hab mich mal entschieden diese Rätsel alle auf einen Schwung zu veröffentlichen, weil so ein Bildungsthema wohl eher “special Interrest” ist, in Zeiten von Pisa und so.
Wenn ihr ein Rätsel gelöst habt, schreibt einen Kommentar. Wer alle raushat kann sich was drauf einbilden. :-)

Written by Heiko C. in: Linguistisches, Spass und Spiel | Schlagwörter:
Nov
17
2009
2

H.P. Lovecraft und die Grenzen der Spracherkennung IV

…irgendwann hat man dann keine Lust mehr möglichst deutlich zu sprechen, und wird dann ein wenig laut. Das hilft natürlich nicht. Da kommen dann seltsame Sachen bei raus…

Iä! Iä! Cthulhu betragen!

Written by Heiko C. in: Beklopptes, Linguistisches | Schlagwörter:, ,
Nov
10
2009
2

H.P. Lovecraft und die Grenzen der Spracherkennung III

Und wenn man sich dann Mühe gibt, besonders deutlich zu sprechen, kommt sowas dabei heraus:

Iä! Iä! Cthulhu vertagen!

Written by Heiko C. in: Beklopptes, Linguistisches | Schlagwörter:, ,
Nov
02
2009
2

H.P. Lovecraft und die Grenzen der Spracherkennung I.

Will man einer Spracherkennungssoftware Passagen aus H.P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos diktieren, dann kann diese durchaus etwas seltsam reagieren, was zu drolligen Assoziationen führt. Ein paar besonders schöne Fehlleistungen werde ich ab heute hier illustriert öffentlich machen.

Diktiert habe ich den Satz: “Iä! Iä! Cthulhu ftagn!”. Schon bei den ersten beiden Worten hat die Spracherkennung (verständlicher Weise) Mist gebaut:

Yeah, Yeah! Cthulhu ftagn!

Nachtrag: Ach ja, allen die jetzt sagen “Hey, du hast vergessen dem einen die Haare auszumalen” sei gesagt:
Das ist John Chtulennon, der is blond!

Written by Heiko C. in: Linguistisches, Lustiges | Schlagwörter:, ,
Okt
31
2009
2

(R-)Elefant im Porzellanladen

Gott sei dank wurdé der Lolcat Artikel doch nicht aus der Wikipedia gelöscht, bzw. mittlerweile wieder hergestellt. Wenn ich über sowas stolpere, und es nicht kenne, erwarte ich ehrlich gesagt auch von der Wikipedia, dass sie mir wenigstens einen Anhaltspunkt liefert, worum es sich handelt.

Andere Artikel werden da gelöscht, auch wenn sie – wie ich finde – zumindest für eine nicht absehbare Zeit relevant sein werden, wie der Artikel zum Mogis Verein (Missbrauchsopfer gegen Internetsperren).
Der Verein war in der Debatte zu den Internetsperren von Frau von der Leyen unzählige Male im Fernsehen, und auch die Zeitungen haben drüber geschrieben.
In der Löschdiskussion bei Wikipedia waren Argumente für die Löschung zum Beispiel die fehlende Relevanz und die fragliche Mitgliederzahl. Christian Bahls, der bisher immer für Mogis gesprochen hat, wurde sogar vorgeworfen, dass der Verein nur aus ihm selbst bestehe.

Written by Heiko C. in: Beklopptes, Linguistisches, Lustiges, Wahnhaftes | Schlagwörter:,
Sep
24
2009
2

Westerwellismen – Das doppelplusAltsprech der F.D.P.

Viele regen sich ja über Anglizismen im allgemeinen Sprachgebrauch auf. Der Vorsitzende der Partei, die der aktuelle Gewinner des Rechtsfreien Raumes der Woche ist, zeigt aber eindrucksvoll, wie sehr man die – an sich sehr anpassungsfähige – Deutsche Sprache auch ohne äußere Einflüsse mißhandeln kann.
Das erste Mal fiel es mir 2005 auf, als nach der vorgezogenen Bundestagswahl aufgrund der neuen Mehrheitsverhältnisse, bei den damaligen Volksparteien eine gewisse Ratlosigkeit herrschte.
Die bisherige konstante Lagerbildung, von auf der einen Seite Schwarz-Gelb und auf der anderen Seite Rot-Grün, wollte partout keine regierungsfähige Mehrheit mehr ergeben, wodurch allerlei Szenarien durchgespielt wurden, was denn nun passieren solle.
Irgendjemand kam auf die Idee, dass die Grünen ja mit Schwarz-Gelb koalieren könnten, und nannte das “Schwampel”. Get it? Von wegen “Schwarze Ampel” oder “Ampel mit Schwarz”. Da Schwampel aber irgendwie recht hirnverbrannt klingt, hat sich statt dessen der Terminus “Jamaika-Koalition” durchgesetzt. Wer den Namen zuerst brachte, kann ich unmöglich sagen, aber er setzte sich, wie gesagt durch.
Warum Jamaika? Nun, Jamaika hat Schwarz, Gelb und Grün als Flaggenfarben. So weit so gut. Westerwelle, der vorher schon zur “Schwampel” befragt in etwa gesagt hat, dass er für Ampel und “andere Hampeleien” nicht zur Verfügung stehe, wurde nun auch zur Jamaika-Koalition befragt.
Seine Antwort war, dass er Unverständnis darüber äußerte, warum man es denn unbedingt “Jamaika-Koalition” nennen müsse. Immerhin gäbe es ja auch in Deutschland ja so schöne Bundesländer, deren Wappen ebenso die Farben Schwarz-Gelb-Grün enthielten. Er meinte dann, der Name “Sachsen-Koalition” wäre viel schöner.
Nichts gegen Sachsen, ist schön da, aber “Sachsen-Koalition” ist aus vielen Gründen eine verwirrende Wahl. Erst einmal denkt man bei Komposita mit “Sachsen-” irgendwie an einige unangenehme Dinge. Mir fällt da spontan “Sachsen-Paule” ein. Dieser war eine Art komödiantischer Pornodarsteller, der zur damaligen Zeit durch allerlei Talkshows und Boulevardsendungen tingelte.
Auf der anderen Seite kann man “Sachsen-Koalition” sehr leicht so verstehen, dass es sich um eine Koalition handele, die entweder gerade in Sachsen regiert, oder dort das erste mal vorgekommen ist. Tut sie nicht, hat sie nicht, ist sie nicht.

Written by Heiko C. in: Linguistisches | Schlagwörter:, , ,

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