Ornithologen vor!
Ist das auf folgendem Bild ein Rabe, oder handelt es sich nur um eine Rabenkrähe? Größenvergleich leider nicht möglich, da das Vieh etwa 20 Meter hoch auf einem Baum hockte. Wer was weiß, darf gerne kommentieren:

Ist das auf folgendem Bild ein Rabe, oder handelt es sich nur um eine Rabenkrähe? Größenvergleich leider nicht möglich, da das Vieh etwa 20 Meter hoch auf einem Baum hockte. Wer was weiß, darf gerne kommentieren:

Wir haben also nun bereits seltsam formulierte Verbotsschilder, Doppelbindungsschilder, Schilder mit verschiedenen Graden von Exklusivität und sehr höfliche Schilder kennengelernt.
Neulich ist mir aber eine weitere Sorte Schild aufgefallen: Die Schlaumeierschilder, die in Fachkreisen auch Paradoxienauslöser oder Roboterkiller genannt werden.
Während es sich bei Doppelbindungsschildern um zwei verschiedene Schilder handelt, die einander entgegengesetzte Weisungen enthalten, widerspricht sich ein echter Roboterkiller selbst, oder zumindest in Kombination mit einer allgemeinen Weisung außerhalb des Schildes.
Folgendes Schild markiert z. B. den Eingang zur Westerländer Fußgängerzone:

Dieses Schild enthält folgende Aussagen:
- Vernünftige fahren in diesem Bereich nicht Rad
- Wer hier Radfahren will, oder wer anstalten dazu macht, dem ist es verboten.
Außerdem impliziert das Schild auch noch folgende, weitere Aussagen:
- Wer in diesem Bereich Rad fahren will, oder dazu Anstalten macht ist unvernünftig
- Vernünftigen ist es nicht verboten hier Rad zu fahren. (Es ist ja nur allen anderen verboten)
Ich fahre mehrmals die Woche an einem Sicherungskasten an der Strasse in Wenningstedt vorbei, und jedesmal frage ich mich, was das darauf abgebildete Grafitto zu bedeuten hat:

Was ist das? Ein Männlein in Daunenjacke mit sehr dickem linken Arm?
Ein mutierter Schmetterling? Oder doch ein abstraktes Portrait Werner Wernersens aus der kubistischen Phase von Rötger Feldmann?
Kann da jemand weiterhelfen?
Ein paar Fotos, die ich vorgestern zum Sonnenuntergang gemacht habe. Die ansonsten kaum sichtbare Aschewolke hat die Farben des Sonnenuntergangs zwar recht rot, aber farblich auch recht blass hat werden lassen. Die fehlenden Flugzeugabgase scheinen ausserdem den Sonnenuntergang nicht ganz so rot werden lassen, wie er hätte werden können.
Ich finde es sind trotzdem hübsche Bilder geworden. Hier sind einige von ihnen unbearbeitet.



Sylt ist exklusiv. Das merkt man nicht nur daran, dass im Sommer gerne mal irgendwelche Samstag-Abend-Shows dort gehostet werden, sondern auch – und vor allem – an den Parkplätzen.
Die sind nämlich doppelt exklusiv: Erst einmal muss man sein Auto ja auf der Insel haben, um überhaupt dort parken zu können, dann sind die Parkplätze allesamt auch für bestimmte Personengruppen reserviert.
Um das zu dokumentieren hab ich in der letzten Zeit ein paar Fotos von Schildern auf der Insel gemacht.







Wer kennt sie nicht, die in Deutschland allgegenwärtigen Schilder, die einem patzige Nominalphrasen um die Ohren hauen. “Parken verboten”, “Müll abladen verboten” oder “Das Betreten des Rasens in der Krokusblütezeit verboten” heißt es da unvermittelt und ganz ohne Verb.
Da fällt es einem schon besonders positiv auf, wenn ein Schild einen auf eine andere Weise anspricht. Höflich begrüßt einen dieses Schild auf einem Parkplatz vor dem Langenberger Forst:

Man möchte das Schild fast umarmen, so freundlich spricht es einen an, in dem ansonsten so unhöflichen Schilderwald, der Deutschland heißt.
Klingt der Text auf dem Schild nicht sogar irgendwie poetisch?
Wirkt das universelle Parkplatzsymbol, das große “P”, das in die wohlwollende Botschaft verspielt eingearbeitet ist, nicht wie das ruhende Zentrum des abstrakten Wortbildkunstwerkes, welches dieses Schild darstellt?
Sicher, das Schild spricht den betrachtenden “Kraftfahrer” im Imperativ an, es will aber dennoch nicht wie ein Befehl klingen. Das Schild gibt dem Betrachter einen gut gemeinten Rat: “Parke hier! Hier ist es sicher. Wandere! Genieße die schöne frische Luft!” Kann man so einen Imperativ jemandem übelnehmen? Und sei dieser jemand nur ein Schild?
Um die Begrifflichkeiten erst einmal aus dem Weg zu räumen, hier eine kleine Erklärung des Wortes “Doppelbindungstheorie” aus der gleichnamigen Wikipediaseite:
Die Doppelbindungstheorie (engl. double-bind theory, franz. double-contrainte) ist eine kommunikationstheoretische Vorstellung zur Entstehung schizophrener Erkrankungen. [...] Die Doppelbindungstheorie beschreibt die lähmende, weil doppelte, Bindung eines Menschen an paradoxe Botschaften oder Signale und deren Auswirkungen. Die Signale können den Inhalt der gesprochenen Worte betreffen, oder Tonfall, Gesten und Handlungen sein.
Sich gegenseitig widersprechende Botschaften, die den Empfänger der Botschaft lähmen, und in einigen Fällen als die Ursache für schizophrene Erkrankungen gelten.
Nachdem ich heute mal auf Sylt wieder ein paar Fotos gemacht habe, wundert es mich gar nicht, dass man in Deutschland immer öfter beknackte Leute findet.
Theorie: Schuld ist der Schilderwald in Deutschland, der zwei oder mehr Sachen voneinander verlangt, die einander ausschließen.
Zur Untermauerung meiner Theorie folgende Fallbeispiele:
Heute war die dichte Wolkendecke dann mal weg, und gleich sieht es dann auch viel freundlicher aus:


Und schaut euch das mal an: Ohne es zu bearbeiten, sieht es aus wie gemalt – nur diesmal nicht von Tim Burton

Das letztere Bild könnt ihr hier auch wieder als Hintergrundbild herunterladen: Rightclicksafe!
Hier nochmal ein paar Vorher/Nachher-Fotos, die eindrucksvoll zeigen sollen, wie trostlos so ein Nordfriesischer Winter doch verglichen mit dem Sommer sein kann:


Eine Kurve mit dahinterliegendem Bauernhof


Ein und dasselbe Feld – aus leicht verschiedener Perspektive


Hier nochmal der Blick die Strasse runter im Sommer, und als es das letzte mal schneite…
Langsam wird’s auch echt langweilig in dieser postapokalyptischen noch-nicht-ganz-weggetauter-Schnee-Landschaft. Gerade auch mit der einheitlichen mal-Wolken-mal-Hochnebel-Pampe.
Schaut euch das mal an:

Da erwartet man doch wirklich fast, dass man irgendwo in der Gegend die Baudelaire-Kinder aus Lemony Snicket beim Sklavenarbeit verrichten finden könnte, oder?
Aber zum Glück kommmt die Sonne ja auch schon hin und wieder mal raus:

Update: Wer sich das trostlose Baudelaire-Bauernhof-Bild als Desktophintergundbild in Widescreen herunterladen will, kann das tun: Rightclicktosafe!
Es schneit schon wieder! Bzw. es hat irgendwann aufgehört, aber wo es gestern noch so aussah,

sieht es heute schon wieder so aus.

Ich hab ja nichts gegen die traditionellen zwei Wochen Schnee in Nordfriesland, aber das dauert mir nun wirklcih echt zu lang. 3 Monate Winter? Himmel, das ist ja beihnahe eine ganze Jahreszeit!

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