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	<title>Kommentare zu: Der Bechdel-Test, und warum einfach manchmal eben zu einfach ist.</title>
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	<description>Tagebuch eines Bedenkenträgers. Und Vampirbloggers, wie es scheint...</description>
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		<title>Von: MarkusW</title>
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		<dc:creator>MarkusW</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 22:09:12 +0000</pubDate>
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		<description>Zum Bechdel-Test: Blödsinn hoch 23!</description>
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		<title>Von: MarkusW</title>
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		<dc:creator>MarkusW</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 22:08:40 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe mal in einer Fanfiction-Kurzgeschichte eine (wohl schon angerissene aber nicht ausformulierte) Conina (T. Pratchett) als Hauptdarstellerin benutzt und sie einfach wie einen Mann behandelt plus dem kleinen Extra an Schnippigkeit und Intuition. Das hat zwar funktioniert und die Mädels überzeugt, aber es fehlte noch einiges. 
Anders war es bei meiner letzten Kurzgeschichte, die ich nach der Lebendstudie meiner Mitbewohnerin und Ihrem Alter Ego als Zwergin verfasst habe. Die stieß auf erstaunten Äußerungen der Mädels, die sie kennen. 
Frauen ticken doch meist sehr anders, sind emotionaler, würden Dinge fertig bringen, an die kein Mann denken würde. Addiert zum Mann noch sozialeres Denken und Intuition, ein wenig querdenkerische Pfiffigkeit und ein paar total emotionale, unrationale Taten und es wird ein starker weiblicher Hauptcharakter. Achja, so als Tipp: Frauen suchen meist die Schuld an allem - teils völlig unrational - bei sich, machen sich um wirklich alles Gedanken und leiden chronisch unter einer verschieden starken Unsicherheit betreffend ihres Aussehens, ihrer Wirkung auf andere und ihren Fähigkeiten. Und sie wollen quasi immer die Bestätigung, etwas supergut gemacht zu haben. Sicher gibt es da auch rühmliche Ausnahmen. ^^</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mal in einer Fanfiction-Kurzgeschichte eine (wohl schon angerissene aber nicht ausformulierte) Conina (T. Pratchett) als Hauptdarstellerin benutzt und sie einfach wie einen Mann behandelt plus dem kleinen Extra an Schnippigkeit und Intuition. Das hat zwar funktioniert und die Mädels überzeugt, aber es fehlte noch einiges.<br />
Anders war es bei meiner letzten Kurzgeschichte, die ich nach der Lebendstudie meiner Mitbewohnerin und Ihrem Alter Ego als Zwergin verfasst habe. Die stieß auf erstaunten Äußerungen der Mädels, die sie kennen.<br />
Frauen ticken doch meist sehr anders, sind emotionaler, würden Dinge fertig bringen, an die kein Mann denken würde. Addiert zum Mann noch sozialeres Denken und Intuition, ein wenig querdenkerische Pfiffigkeit und ein paar total emotionale, unrationale Taten und es wird ein starker weiblicher Hauptcharakter. Achja, so als Tipp: Frauen suchen meist die Schuld an allem &#8211; teils völlig unrational &#8211; bei sich, machen sich um wirklich alles Gedanken und leiden chronisch unter einer verschieden starken Unsicherheit betreffend ihres Aussehens, ihrer Wirkung auf andere und ihren Fähigkeiten. Und sie wollen quasi immer die Bestätigung, etwas supergut gemacht zu haben. Sicher gibt es da auch rühmliche Ausnahmen. ^^</p>
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		<title>Von: Ti_Leo</title>
		<link>http://www.impactsuspect.de/2010/03/30/der-bechdel-test-und-warum-einfach-manchmal-eben-zu-einfach-ist/comment-page-1/#comment-1491</link>
		<dc:creator>Ti_Leo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 01:32:03 +0000</pubDate>
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		<description>Einen Versuch wär es wert. Man merkt ja selbst, obs passt. Ab und an kann man ja durchaus erlernte Verhaltensweisen einfließen lassen, um Glaubwürdigkeit billig zu erzeugen. Aber andere Gedanken dürften recht unnötig sein. Handeln mag unterschiedlich sein, je nach Situation.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Versuch wär es wert. Man merkt ja selbst, obs passt. Ab und an kann man ja durchaus erlernte Verhaltensweisen einfließen lassen, um Glaubwürdigkeit billig zu erzeugen. Aber andere Gedanken dürften recht unnötig sein. Handeln mag unterschiedlich sein, je nach Situation.</p>
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		<title>Von: Heiko C.</title>
		<link>http://www.impactsuspect.de/2010/03/30/der-bechdel-test-und-warum-einfach-manchmal-eben-zu-einfach-ist/comment-page-1/#comment-1489</link>
		<dc:creator>Heiko C.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 00:49:31 +0000</pubDate>
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		<description>Ich muss einfach mal bei einer meiner Geschichten aus nem Mann ne Frau machen, und sehen ob&#039;s wirklich das gleiche ist. Vielleicht mach ich mir das echt zu kompliziert. :-/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss einfach mal bei einer meiner Geschichten aus nem Mann ne Frau machen, und sehen ob&#8217;s wirklich das gleiche ist. Vielleicht mach ich mir das echt zu kompliziert. :-/</p>
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		<title>Von: Ti_Leo</title>
		<link>http://www.impactsuspect.de/2010/03/30/der-bechdel-test-und-warum-einfach-manchmal-eben-zu-einfach-ist/comment-page-1/#comment-1488</link>
		<dc:creator>Ti_Leo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 00:38:34 +0000</pubDate>
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		<description>Aus meiner Erfahrung beim Schreiben heraus ist es recht sinnvoll, keinen Unterschied zu machen. Ein spannender Charakter ist ein spannender Charakter. Ich lege meinen Charakteren also einfach spannende Gedanken in den Kopf, definiere falls nötig, ihr Geschlecht und in der Regel werden sie als glaubwürdig anerkannt. 

Mir ist tatsächlich noch nie aufgefallen, dass ein Geschlecht schwieriger zu schreiben wäre. Wobei ich bei kürzeren Texte auch oft genug kein Geschlecht definiert habe, wie mir grade auffällt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus meiner Erfahrung beim Schreiben heraus ist es recht sinnvoll, keinen Unterschied zu machen. Ein spannender Charakter ist ein spannender Charakter. Ich lege meinen Charakteren also einfach spannende Gedanken in den Kopf, definiere falls nötig, ihr Geschlecht und in der Regel werden sie als glaubwürdig anerkannt. </p>
<p>Mir ist tatsächlich noch nie aufgefallen, dass ein Geschlecht schwieriger zu schreiben wäre. Wobei ich bei kürzeren Texte auch oft genug kein Geschlecht definiert habe, wie mir grade auffällt.</p>
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		<title>Von: Heiko C.</title>
		<link>http://www.impactsuspect.de/2010/03/30/der-bechdel-test-und-warum-einfach-manchmal-eben-zu-einfach-ist/comment-page-1/#comment-1486</link>
		<dc:creator>Heiko C.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 23:59:16 +0000</pubDate>
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		<description>Wow. Das ist mal ein Kommentar. Das ist ja fast schon ein Gastbeitrag. ^^
Ich persönlich hab beim Schreiben gerne Schwierigkeiten Frauen glaubhaft darzustellen. Die Dynamik in einem Gespräch zwischen Frauen ist da noch ein erhöhter Schwierigkeitsgrad. Viele, denen es ähnlich geht wie mir, greifen da offenbar auf die bekannten Klischees zurück: Rumgezicke wegen eines Mannes.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wow. Das ist mal ein Kommentar. Das ist ja fast schon ein Gastbeitrag. ^^<br />
Ich persönlich hab beim Schreiben gerne Schwierigkeiten Frauen glaubhaft darzustellen. Die Dynamik in einem Gespräch zwischen Frauen ist da noch ein erhöhter Schwierigkeitsgrad. Viele, denen es ähnlich geht wie mir, greifen da offenbar auf die bekannten Klischees zurück: Rumgezicke wegen eines Mannes.</p>
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		<title>Von: Ti_Leo</title>
		<link>http://www.impactsuspect.de/2010/03/30/der-bechdel-test-und-warum-einfach-manchmal-eben-zu-einfach-ist/comment-page-1/#comment-1485</link>
		<dc:creator>Ti_Leo</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 23:33:46 +0000</pubDate>
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		<description>Hmm. Wusste gar nicht, dass es diesen Test gibt. Habe Dykes to watch out for aber auch nicht gelesen. 

Aus Erfahrungen mit meiner Süßen kann ich die Abneigung gegen Indy und Star Wars tatsächlich bestätigen. Wir mögen aber beide auch Filme, die den Bechdel- Test nicht bestehen würden. Oder Romane. Dass der Test subjektiv ist, scheint klar zu sein. Ich glaube ebenfalls nicht, dass man ihn zu ernst nehmen sollte oder dass vielen Frauen geholfen wäre, wenn sie diese Kriterien anlegen. So wie auch andere Kriterien oft Mist sind. (&quot;Frauenromane&quot;, &quot;Frauenthemen&quot;, &quot;Frauenbrowser&quot;, was weiß ich)

Klar ist, dass viele Frauenfiguren, sowohl in Romanen als auch in Filmen nicht halb so differenziert gestaltet sind, wie Männer. (Klar ist aber auch, dass viele männliche Heroen im Film und - mit Abstrichen auch im Roman, ebenfalls erschreckend eindimensional sind.)

Mit ausdifferenzierten, glaubwürdigen Frauen wäre sicher sowohl Männern als auch Frauen geholfen und die sind seltener als Männerfiguren. Was nicht ganz unverständlich ist, wenn man sich vor Augen führt, wer Romane geschrieben hat, die auch veröffentlicht wurden (das beantwortet sicher in gewissem Maße deine Frage, warum es so wenig Frauen in Romanen gab und warum sich das zu verstärken scheint, je weiter man in der Zeit zurück geht- Frauen hatten einfach keine Chance, veröffentlicht zu werden, noch früher hat man ihnen wohl den &quot;Genius&quot; abgesprochen, der nötig gewesen wäre, um Literatur zu &quot;schaffen&quot;. Teils waren sie aus damaliger Sicht vielleicht auch einfach nichts, worüber es sich zu schreiben lohnte.) Im Bürgertum haben Männer ihren Frauen übrigens &quot;Leselisten&quot; oder netter: Vorschläge unterbreitet, um sie zu &quot;bilden&quot; und es gab eine rege Diskussion darüber, WIE schädlich der Konsum romantischer, also minderwertiger, Romane für die Seele von Frauen wäre. Es wurde sogar der Begriff der &quot;Lesesucht&quot; benutzt, der angewandt wurde, wenn Frau sich in romantischer oder abenteuerlicher (amouröser) Literatur das anlas, was sie im täglichen Leben allzu oft vermisste. (Die Bindung von Frauen ans Heim ist ja eine relativ neue Vorstellung, die sich erst ergab, als Frau nicht mehr gebraucht wurde, um zum Lebensunterhalt beizutragen. Als man noch ein Feld bestellte, um irgendwie über die Runden zu kommen, war es selbstverständlich, dass Frauen und auch Kinder dabei das Ihrige taten. Und das hieß nicht weniger arbeiten, sondern ordentlich zupacken.) 

Spannende Frauenfiguren sind sicher EIN Aspekt, der Frauen ansprechen könnte. Meine Süße spielt beispielsweise ungern Rollenspiel, in denen sie einen Kerl spielen muss. Da scheint die Identifikation zu fehlen, auch weil Kerle in Spielen oft klischeehaft gezeichnet werden. Sie mag es, wenn sie weibliche Charaktere spielen kann, genauer: Für meine Freundin ist das sogar ein entscheidendes Kriterium. Verallgemeinern kann man das wohl nicht, wie so oft. Meine Freundin hat Kriterien, Bechdel hat Kriterien. Beide treffen auf Einzelfälle zu. Warum sich um Bechdels Kriterien so ein &quot;Kult&quot; rankt, weiß ich nicht. In gewisser Weise mag das aber daran liegen, dass sie einen Finger in eine eigentlich ganz offensichtliche Wunde legt: Eben das Fehlen starker Frauenfiguren. 

Warum das Männern so oft nicht auffällt? Nun, sie kennen es ja nicht anders. Männer werden wohl eher schlecht auf Probleme bezüglich eines Geschlechts vorbereitet und im täglichen Leben treffen sie auf wenige Probleme, die sich nicht einfach lösen ließen. Im Berufsleben wird Mann nur selten Probleme aufgrund seines Geschlechts erleben. Im privaten Bereich vielleicht, aber da gibt es ja gesellschaftlich anerkannte Strategien: Frauen sind komisch. Frauen kann man nicht verstehen. Die sind halt so. Das entbindet natürlich von der Pflicht, sich tiefgehend mit dem Thema auseinander zu setzen. Wenn sie mal wieder meckert, versteht sie halt nicht, kann nicht verstehen, ist komisch oder hat ihre Tage. So kommt man ehrlicherweise ganz gut durch ein Männerleben und man wird nie schräg angeschaut. Das passiert eher, wenn man sich Mühe gibt, zu VERSTEHEN, sich mit anderen Sichtweisen auseinander zu setzen. Frauen werden ja auch noch oft genug so erzogen, dass sie irgendwann zurückstecken und eben nicht konsequent Wert darauf legen, dass man sie ernst nimmt und zu verstehen versucht.

Geschlechterstereotype betreffen alle Geschlechter (&quot;beide&quot; ist wohl die verbreitetere Sicht, daher wahrscheinlich relevanter). Sie führen bei beiden Geschlechtern zu Schwierigkeiten. Auch Mann sieht sich ja vor Probleme gestellt, will er die klassischen Stereotypen aufweichen. Ein Mann der lieber den Haushalt schmeißen will statt arbeiten zu gehen und Geld zu verdienen? Ein Mann, der ihr nicht eine Karriere ermöglichen, sondern vorrangig Zeit mit dem eigenen Kind verbringen will? Da steht mann schnell unter Faulheitsverdacht. Und selbst wenn nicht, ergibt sich immer noch das Problem, das BEIDE gern daheim bleiben würden. Die Mehrheit entscheidet sich dann für die klassische Rollenverteilung. Die ist risikofreier, macht ja jeder so. 

Um mal wieder den Bogen zu deinem Text und dem Bechdel- Test zu kriegen: Feminismus und (noch dringender) Gender Studies sind genau deshalb so wichtig, weil wir alle unter Stereotypen leiden. Oft genug sind wir gar nicht in der Lage, vernünftig darüber nachzudenken und zu reden, weil uns schlicht Wissen fehlt. Wir alle profitieren davon, uns mit dem Thema zu beschäftigen. Wir alle profitieren davon, Stereotype zu hinterfragen oder gar zu überwinden. Erst dann sind wir wirklich freier. Der Bechdel- Test ist mangelhaft. Scheinbar vermag er es aber, Menschen für ein wichtiges Thema (das Fehlen von Frauen in Literatur und Film) zu interessieren und zu sensibilisieren. Insofern hat er ja bereits was erreicht. Das Ende der Entwicklung hin zu mehr Geschlechterfreiheit kann er natürlich nicht sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hmm. Wusste gar nicht, dass es diesen Test gibt. Habe Dykes to watch out for aber auch nicht gelesen. </p>
<p>Aus Erfahrungen mit meiner Süßen kann ich die Abneigung gegen Indy und Star Wars tatsächlich bestätigen. Wir mögen aber beide auch Filme, die den Bechdel- Test nicht bestehen würden. Oder Romane. Dass der Test subjektiv ist, scheint klar zu sein. Ich glaube ebenfalls nicht, dass man ihn zu ernst nehmen sollte oder dass vielen Frauen geholfen wäre, wenn sie diese Kriterien anlegen. So wie auch andere Kriterien oft Mist sind. (&#8220;Frauenromane&#8221;, &#8220;Frauenthemen&#8221;, &#8220;Frauenbrowser&#8221;, was weiß ich)</p>
<p>Klar ist, dass viele Frauenfiguren, sowohl in Romanen als auch in Filmen nicht halb so differenziert gestaltet sind, wie Männer. (Klar ist aber auch, dass viele männliche Heroen im Film und &#8211; mit Abstrichen auch im Roman, ebenfalls erschreckend eindimensional sind.)</p>
<p>Mit ausdifferenzierten, glaubwürdigen Frauen wäre sicher sowohl Männern als auch Frauen geholfen und die sind seltener als Männerfiguren. Was nicht ganz unverständlich ist, wenn man sich vor Augen führt, wer Romane geschrieben hat, die auch veröffentlicht wurden (das beantwortet sicher in gewissem Maße deine Frage, warum es so wenig Frauen in Romanen gab und warum sich das zu verstärken scheint, je weiter man in der Zeit zurück geht- Frauen hatten einfach keine Chance, veröffentlicht zu werden, noch früher hat man ihnen wohl den &#8220;Genius&#8221; abgesprochen, der nötig gewesen wäre, um Literatur zu &#8220;schaffen&#8221;. Teils waren sie aus damaliger Sicht vielleicht auch einfach nichts, worüber es sich zu schreiben lohnte.) Im Bürgertum haben Männer ihren Frauen übrigens &#8220;Leselisten&#8221; oder netter: Vorschläge unterbreitet, um sie zu &#8220;bilden&#8221; und es gab eine rege Diskussion darüber, WIE schädlich der Konsum romantischer, also minderwertiger, Romane für die Seele von Frauen wäre. Es wurde sogar der Begriff der &#8220;Lesesucht&#8221; benutzt, der angewandt wurde, wenn Frau sich in romantischer oder abenteuerlicher (amouröser) Literatur das anlas, was sie im täglichen Leben allzu oft vermisste. (Die Bindung von Frauen ans Heim ist ja eine relativ neue Vorstellung, die sich erst ergab, als Frau nicht mehr gebraucht wurde, um zum Lebensunterhalt beizutragen. Als man noch ein Feld bestellte, um irgendwie über die Runden zu kommen, war es selbstverständlich, dass Frauen und auch Kinder dabei das Ihrige taten. Und das hieß nicht weniger arbeiten, sondern ordentlich zupacken.) </p>
<p>Spannende Frauenfiguren sind sicher EIN Aspekt, der Frauen ansprechen könnte. Meine Süße spielt beispielsweise ungern Rollenspiel, in denen sie einen Kerl spielen muss. Da scheint die Identifikation zu fehlen, auch weil Kerle in Spielen oft klischeehaft gezeichnet werden. Sie mag es, wenn sie weibliche Charaktere spielen kann, genauer: Für meine Freundin ist das sogar ein entscheidendes Kriterium. Verallgemeinern kann man das wohl nicht, wie so oft. Meine Freundin hat Kriterien, Bechdel hat Kriterien. Beide treffen auf Einzelfälle zu. Warum sich um Bechdels Kriterien so ein &#8220;Kult&#8221; rankt, weiß ich nicht. In gewisser Weise mag das aber daran liegen, dass sie einen Finger in eine eigentlich ganz offensichtliche Wunde legt: Eben das Fehlen starker Frauenfiguren. </p>
<p>Warum das Männern so oft nicht auffällt? Nun, sie kennen es ja nicht anders. Männer werden wohl eher schlecht auf Probleme bezüglich eines Geschlechts vorbereitet und im täglichen Leben treffen sie auf wenige Probleme, die sich nicht einfach lösen ließen. Im Berufsleben wird Mann nur selten Probleme aufgrund seines Geschlechts erleben. Im privaten Bereich vielleicht, aber da gibt es ja gesellschaftlich anerkannte Strategien: Frauen sind komisch. Frauen kann man nicht verstehen. Die sind halt so. Das entbindet natürlich von der Pflicht, sich tiefgehend mit dem Thema auseinander zu setzen. Wenn sie mal wieder meckert, versteht sie halt nicht, kann nicht verstehen, ist komisch oder hat ihre Tage. So kommt man ehrlicherweise ganz gut durch ein Männerleben und man wird nie schräg angeschaut. Das passiert eher, wenn man sich Mühe gibt, zu VERSTEHEN, sich mit anderen Sichtweisen auseinander zu setzen. Frauen werden ja auch noch oft genug so erzogen, dass sie irgendwann zurückstecken und eben nicht konsequent Wert darauf legen, dass man sie ernst nimmt und zu verstehen versucht.</p>
<p>Geschlechterstereotype betreffen alle Geschlechter (&#8220;beide&#8221; ist wohl die verbreitetere Sicht, daher wahrscheinlich relevanter). Sie führen bei beiden Geschlechtern zu Schwierigkeiten. Auch Mann sieht sich ja vor Probleme gestellt, will er die klassischen Stereotypen aufweichen. Ein Mann der lieber den Haushalt schmeißen will statt arbeiten zu gehen und Geld zu verdienen? Ein Mann, der ihr nicht eine Karriere ermöglichen, sondern vorrangig Zeit mit dem eigenen Kind verbringen will? Da steht mann schnell unter Faulheitsverdacht. Und selbst wenn nicht, ergibt sich immer noch das Problem, das BEIDE gern daheim bleiben würden. Die Mehrheit entscheidet sich dann für die klassische Rollenverteilung. Die ist risikofreier, macht ja jeder so. </p>
<p>Um mal wieder den Bogen zu deinem Text und dem Bechdel- Test zu kriegen: Feminismus und (noch dringender) Gender Studies sind genau deshalb so wichtig, weil wir alle unter Stereotypen leiden. Oft genug sind wir gar nicht in der Lage, vernünftig darüber nachzudenken und zu reden, weil uns schlicht Wissen fehlt. Wir alle profitieren davon, uns mit dem Thema zu beschäftigen. Wir alle profitieren davon, Stereotype zu hinterfragen oder gar zu überwinden. Erst dann sind wir wirklich freier. Der Bechdel- Test ist mangelhaft. Scheinbar vermag er es aber, Menschen für ein wichtiges Thema (das Fehlen von Frauen in Literatur und Film) zu interessieren und zu sensibilisieren. Insofern hat er ja bereits was erreicht. Das Ende der Entwicklung hin zu mehr Geschlechterfreiheit kann er natürlich nicht sein.</p>
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		<title>Von: Heiko C.</title>
		<link>http://www.impactsuspect.de/2010/03/30/der-bechdel-test-und-warum-einfach-manchmal-eben-zu-einfach-ist/comment-page-1/#comment-1480</link>
		<dc:creator>Heiko C.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 21:07:53 +0000</pubDate>
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		<description>Ich? Enttäuscht? Nein. Ich hab&#039; den Test ja nicht erfunden. Ich sag&#039; ja bloss, dass ich&#039;s verstehen kann, wenn manche Frauen nichts mit indiana Jones oder Star Wars anfangen können. Ich sag ja nicht, dass es das auch in allen Fällen so ist, und so sein muss. Wäre ja albern. ;o)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich? Enttäuscht? Nein. Ich hab&#8217; den Test ja nicht erfunden. Ich sag&#8217; ja bloss, dass ich&#8217;s verstehen kann, wenn manche Frauen nichts mit indiana Jones oder Star Wars anfangen können. Ich sag ja nicht, dass es das auch in allen Fällen so ist, und so sein muss. Wäre ja albern. ;o)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Pfefferoni</title>
		<link>http://www.impactsuspect.de/2010/03/30/der-bechdel-test-und-warum-einfach-manchmal-eben-zu-einfach-ist/comment-page-1/#comment-1478</link>
		<dc:creator>Pfefferoni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 17:19:36 +0000</pubDate>
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		<description>Bist du jetzt arg enttäuscht, wenn ich dir sage, in meinem Bücher-/DVD-Regal würde mit Ausnahme von &quot;Eiskalte Engel&quot; kein Buch/DVD den Bechdel-Test bestehen?!

Mit weiblichen Gruße

PS: Indiana Jones steht übrigens auch im DVD-Regal und Star Wars hab ich noch auf VHS genau wie Star Trek und ....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bist du jetzt arg enttäuscht, wenn ich dir sage, in meinem Bücher-/DVD-Regal würde mit Ausnahme von &#8220;Eiskalte Engel&#8221; kein Buch/DVD den Bechdel-Test bestehen?!</p>
<p>Mit weiblichen Gruße</p>
<p>PS: Indiana Jones steht übrigens auch im DVD-Regal und Star Wars hab ich noch auf VHS genau wie Star Trek und &#8230;.</p>
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