Mrz
31
2010
4

Nennen wir es Meinungsvielfalt…

… das ist immerhin was gutes. Immerhin gab es diese letztes Jahr in der Debatte um Zensursula zu Anfang nicht. Dass wir jetzt schon immerhin eine gemischte Berichterstattung erleben, und das so früh in der Debatte, lässt hoffen.

Wie schon erwähnt, sind den öffentlich rechtlichen offenbar die Argumente, wegen denen man sich gegen die Anwendung des Zensursulagesetzes entschieden hat, ja innerhalb von ein paar Monaten schon wieder total verloren gegangen.
Schön dass es das Internet gibt, und – ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage – Zeitungen. So haben ja Taz und Süddeutsche schon recht umfassend die EU-Netzsperren mit den Diskussionen um das Zugangserschwerungsgesetz in einen Kontext gestellt. Und da von den Argumenten der Sperrbefürworter wirklich kaum was übrig bleibt, wenn man die Kritiker nur mal zu Wort kommen lässt, ist der Grundtenor in beiden Blättern, dass die EU-Sperren kein Mensch braucht.

Mrz
30
2010
14

Netzsperren – Das Europerium schlägt zurück

Eigentlich bin ich viel zu müde um drüber zu schreiben, aber ich muss wohl trotzdem. Allein der Vollständigkeit halber.
Nachdem keine Partei im Bundestag mehr die Netzsperren möchte – außer vielleicht die CDU, die sich je nach Tagesform entscheidet, sollen uns die Internetsperren nun, wie auch schon die verfassungswidrige Vorratsdatenspeicherung, durch die EU trotzdem serviert werden.

Eine angehende EU-Innen-Komissarin namens Cecilia Malmström hat dies mit ganz ähnlichen Scheinargumenten und polemischen Tiefschlägen gegen Bürgerrechtler gefordert.
Wieder mit den gleichen erwiesenermaßen falschen Tatsachenbehauptungen, oder zumindest ähnlichen.

Die Presse in Deutschland scheint ebenso alle Diskussionen des letzten Jahres über die Netzsperren vergessen zu haben, ebenso ist der Presse irgendwie abhanden gekommen, dass all der Bullshit, den Frau von der Leyen letztes Jahr verzapft hat bereits widerlegt ist.

Beim CDU-dominierten ZDF schreibt man schon wieder Jubelperserkommentare auf die Netzsperren, wie man hier bei Kennzeichen Digital nachlesen kann.
Bemerkenswert die Flut überwiegend sachlicher Kommentare, die haarklein den Text dort auseinandernehmen. Noch im letzten Jahr wären das nicht so viele gewesen.

Mrz
30
2010
9

Der Bechdel-Test, und warum einfach manchmal eben zu einfach ist.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich gerne schreibe. Und gerne auch viel. Zwar ist noch keiner meiner Texte über das Internet hinaus veröffentlicht worden – die Schülerzeitung damals mal außen vor gelassen – aber ich hab nicht nur die Festplatte voller moosbewachsener Romananfänge, ich hab auch schon zwei Romane und eine Kurzgeschichte zuende geschrieben.
Den besseren der beiden Romane sogar innerhalb eines Monats zum NaNoWriMo, was mich immer noch überrascht.
Ich bin auch immer offen für Tipps, Konzepte und Anregungen, um meine Geschichten besser oder interessanter zu machen. So fand ich diesen Leitfaden (squidoo.com) zur Verwendung von homosexuellen Charakteren in Geschichten echt nützlich, bin dankbar, dass ich die klischeehaften Stereotypen nun kenne, die es zu vermeiden gilt, und werde bei meinem nächsten größeren Projekt auch einige der Anregungen umsetzen.
Ich bin mir zwar nicht sicher, wie gut das gelingen wird, aber Versuch macht klug, wie man so sagt.

Written by Heiko C. in: Bücher,Filme,Gesellschaftliches | Schlagwörter: ,
Mrz
28
2010
1

Das „Trololo“-Phänomen

Vielleicht kennt ihr schon das Trololo-Phänomen, auch „russian Rickroll“ genannt.
Es handelt sich um das Video der Gesangsdarbietung eines russischen Sängers aus den 60ern, die ohne Text auskommt. Statt dessen singt der Sänger zu schmissiger 60s Musik onomatopoetische Geräusche.

Auf das Video wird unter falscher Linkbeschriftung verlinkt, um Leute drauf zu locken, wie man es auch schon von Rickroll her kennt.

Das Video hier ist gemeint:

Während ja Rick Astley mitterweile eher genervt reagiert, wird er auf das Rickroll-Phänomen angesprochen, reagiert der Sänger des Trololo-clips bemerkenswert fröhlich und geschmeichelt.

Auch die vielen Parodien seines über 40 Jahre alten Clips findet er weniger eine Parodie, als er in ihnen vielmehr „Leute, die Liebe geben“ sieht. 🙂

Aber seht selbst:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Lustiges,Zwischenmenschliches | Schlagwörter: ,
Mrz
27
2010
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Podcastempfehlung

Podcasts, die ich heute gehört habe, und die echt interessant waren:

Chaos Radio Express Ausgabe 147: „Mikrokosmos, Makrokosmos“ (LINK)
Nichts weiter als eine kurze Geschichte der Physik, von Gallilei bis zum LHC – auch für Laien verständlich erklärt.

Medienradio Ausgabe 21: „Zufällige Doppelschöpfung“
Hier geht es um das Urheberrecht und seine Zukunft. Eine interessante These: Das herkömmliche Urheberrecht hat trotz aller Versuche der Verwertungsindustrie die Freiheit im Netz zu beschränken ausgedient, weil in weiten Teilen der Bevölkerung kein Unrechtsbewusstsein beim Filesharen besteht.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Politisches,Technisches | Schlagwörter: ,
Mrz
26
2010
1

„Wag the dog“…

…hieß der Film, in dem ein Filmproduzent aus Hollywood für die Amerikanische Regierung einen eigentlich nichtexistenten Krieg inszenierte, um deren Wiederwahl sicherzustellen.

Dieser Krieg wurde komplett mit gefakten Einzelschicksalen, Kriegshelden und Weißnichtwas inszeniert, und die Bevölkerung hat’s nicht gemerkt.

Dass auch im wirklichen Leben zu ähnlichen Methoden gegriffen wird, zeigt ein neu geleaktes Dokument der CIA, in welchem Argumentationshilfen aufgeführt sind, welche die deutsche Öffentlichkeit zu Fans des Afghanistankrieges werden lassen soll.

Unter anderem wird empfohlen auf Obama zu verweisen, der in Deutschland ja beliebt ist, afghanische Frauen zu instrumentalisieren oder uns daran zu erinnern, dass wir auch im Kosovo schon mit von der Partie waren. So Zeug eben.

Schon ein wenig drüber geschrieben haben fefe und netzpolitik. Das betreffende Dokument – auf Englisch – findet ihr dort verlinkt.

Ich würd‘ ja gern noch mehr darüber schreiben, aber irgendwie wundert mich heutzutage gar nichts mehr.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gruseliges,Wahnhaftes | Schlagwörter:
Mrz
24
2010
5

When Wikipedia was down…

Heute war Wikipedia ’ne Zeitlang down. Ich dachte ja zuerst, das könnte noch mit der Vulvadiskussion, die es am Sonntag dort gegeben hat zusammenhängen, aber es waren wohl doch technische Schwierigkeiten.

Der zwischenzeitliche Ausfall der Online-Enzyklopädie zeigt einem irgendwie mal ganz deutlich, wie oft man die doch benutzt. Schade, dass man nicht direkt Wikipedia spenden kann, sondern nur Wikimedia, die in der Relevanzdebatte ja klipp und klar gesagt haben, dass sie nicht so wirklich was mit Wikipedia zu tun haben.
Ich fänd’s immer noch besser, wenn nicht so scheußlich viele Artikel gelöscht würden und die Löschanträge, die gestellt werden, sind manchmal wirklich hanebüchen, doch im Großen und Ganzen ist die Wikipedia doch ’ne prima Sache und heutzutage nicht nur für ganz normale Hanseln wie mich unverzichtbar, sondern auch für Studenten, die Presse und Otto Normal zwischendurch auch mal.

Was gerade in der Löschprüfung ist, darüber kann man sich im Echtzeitnetz bei diesen beiden Twitteraccounts informieren:
@Artikelsterben
@Löschkandidat

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Technisches | Schlagwörter: ,
Mrz
23
2010
6

Mal so Mal so XVI: Doppelbindungsschilder

Um die Begrifflichkeiten erst einmal aus dem Weg zu räumen, hier eine kleine Erklärung des Wortes „Doppelbindungstheorie“ aus der gleichnamigen Wikipediaseite:

Die Doppelbindungstheorie (engl. double-bind theory, franz. double-contrainte) ist eine kommunikationstheoretische Vorstellung zur Entstehung schizophrener Erkrankungen. […] Die Doppelbindungstheorie beschreibt die lähmende, weil doppelte, Bindung eines Menschen an paradoxe Botschaften oder Signale und deren Auswirkungen. Die Signale können den Inhalt der gesprochenen Worte betreffen, oder Tonfall, Gesten und Handlungen sein.

Sich gegenseitig widersprechende Botschaften, die den Empfänger der Botschaft lähmen, und in einigen Fällen als die Ursache für schizophrene Erkrankungen gelten.
Nachdem ich heute mal auf Sylt wieder ein paar Fotos gemacht habe, wundert es mich gar nicht, dass man in Deutschland immer öfter beknackte Leute findet.
Theorie: Schuld ist der Schilderwald in Deutschland, der zwei oder mehr Sachen voneinander verlangt, die einander ausschließen.

Zur Untermauerung meiner Theorie folgende Fallbeispiele:

Mrz
21
2010
1

Neuigkeiten zum Wochenende

Tja. Die von Ubisoft haben scheints arge Probleme mit ihrem Online-Knebel-Kopierschutz, über den ich ja schon am 7.3. berichtet hatte. Der scheint mit dem DRM von Steam irgendwie gar nicht zu funktionieren, mit dem Effekt, dass die Betreiber von Steam in Großbrittanien, Valve, nun die Spiele „Assasins Creed 2“ und „Silent Hunter 5“ beide aus dem Programm entfernt haben.
Mal schauen, wie das mit denen so weitergeht.

Update: Wie man bei Fefe nachlesen kann, sind die doch noch drin, war wohl ’ne Falschmeldung. 🙁 Schade, wär‘ mal ein nettes Zeichen gegen die Kundendrangsalierung gewesen.

Mrz
20
2010
3

Columbo goes far east

Eine Folge Columbo, zusammengefasst in Haikus:

Psychater ist bös‘
Schläft mit seiner Patientin
Bringt ihren Mann um

Schläge auf der Couch
Schürhaken auf den Kopf. PENG!
Ihr Mann ist jetzt tot

Eilig aus dem Haus
Den Blinden fast umgefahr’n
Der Blindenhund bellt

Der Mord wird gedeckt
Patientin erzählt Lügen
Dem Mörder wegen

Der Columbo raucht
eine braune Zigarre
In ’nem Krankenhaus

Mörder pumpt Drogen
In Geliebte rein, wegen
Lügendetektor!

Mörder hypnoti
siert Geliebte damit sie
sich umbringen tut.

Geliebte ist tot
Columbo konnte nichts tun
Kraniche fliegen

Der Mann im Trenchcoat
Hat noch eines vergessen
Den Mörder nervt dies

Columbo wird laut
Schreit Sprechstundenhilfe an
verunsichert sie

Columbo hat’s raus
Der Mörder wird unruhig
Verhafte ihn schon!

Und falls jetzt jemand denkt, dass Haikus eigentlich nur auf Japanisch einen Sinn ergeben, so mag er recht haben.

Written by Heiko C. in: Filme,Kurzrezensionen | Schlagwörter:

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