Großbrittanien verfügt über Perpetuum Mobile
Über Jahrhunderte führte das heute im englischen Oxfordshire liegende Sutton Courtenay eher ein beschauliches Dasein, sogar fern des äußersten Randes des Weltgeschehens.
Seit einigen Monaten jedoch herrscht rege Betriebsamkeit dort, wo früher nur ein paar Bauernhöfe und eine Papiermühle standen.
Genau hinter der alten All-Saints-Church, die im 14.Jh. von normannischen Eroberern im Zickzack tapeziert wurde, erhebt sich nun bereits schon seit einigen Jahren die Energiesammelstelle mit dem schmuckvollen aber komplizierten Acronym “N.G.B.E.D.P.S.S”.
Doch warum hier, und warum jetzt?
Es begann alles nach den Terroranschlägen am 11.9. 2001. Großbritannien weitete die Videoüberwachung in öffentlichen Räumen aus, um der drohenden Gefahr des Terrorismus und vermutlicher Invasoren aus dem All, mit modernsten technischen Mitteln entgegen treten zu können.
Als dies geschah, konnten ortsansässige Experten bereits feststellen, dass die Erde unter Sutton Courtenay leicht vibrierte.
George Orwell, der hier zur ewigen Ruhe liegt, hatte sich in seinem Grab auf dem Friedhof in Sutton Courtenay umgedreht, und nach der offiziellen Bestätigung darüber, wurde auch die britische Regierung informiert.
Diese unternahm nun in den folgenden Jahren ihr möglichstes, um die neuentdeckte saubere Energie, die vom sich langsam drehenden Leichnam George Orwells produziert wurde, einzufangen, zu bündeln und zu verstärken. So wurden etliche neue Sicherheitsgesetze auf den Weg gebracht, und tatsächlich: Die sterblichen Überreste von Orwell begannen sich immer schneller zu drehen.
Neulich erst konnte die Drehzahl des Leichnams soweit erhöht werden, dass die Energieversorgung der gesamten Britischen Inselns vollständig auf Orwell umgestellt werden kann. Näheres dazu lesen Sie bitte hier.
In der Zwischenzeit erheben sich aus Indien Stimmen, die einen gerechten Anteil an den Gewinnen aus dem Orwellkraftwerk fordern: “George Orwell ist in Indien geboren, also hat unser Land ihn quasi hergestellt”, ist in der größten Tageszeitung Bombays zu lesen, “es ist also nur gerecht, dass unser Land auch einen Anteil bekommt.”
Diese Forderungen weist die britische Regierung scharf zurück.
“Wir sind es schließlich, die mit unseren Überwachungsgesetzen den großen Literaten zum rotieren gebracht haben, also müssen wir es auch sein, die den Profit bekommen. Indien hat nichts dazu beigetragen, dass wir heute eine saubere und unerschöpfliche Energiequelle haben.”, sagte Gordon Brown vergangenen Dienstag.
Nachtrag 14.10.09: Und ab heute produziert Orwell genug Energie für den Export: Klickmich!
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