Mrz
23
2009
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Misantroph

11.500 Einträge bei Google für „Misantroph„.

Schade nur, dass man es „MISANTHROP“ schreibt. Im Übrigen spricht man es auch so aus.

Ihr Vollidioten! Nee…

EDIT:
Ein Misanthrop ist ja jemand der Menschen (anthropos) hasst (mis-). Was wäre ein Misantroph? Was bedeutet antrophos? Gibt es das Wort überhaupt? Was hasst der Misantroph da? Wer eine Idee hat, bitte melden.

Written by Heiko C. in: Linguistisches | Schlagwörter: ,
Mrz
22
2009
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Hoppelhasenpicknick

Damals, als ich gerade anfing zu einem sozialen Lebewesen zu werden, fiel mir immer wieder auf, wie dumm Menschen doch sind Wie beknackt sind all die Rituale, die wir heute noch tagtäglich bedienen müssen, um nicht unangenehm aufzufallen.
Kommen mehrere Menschen zusammen kann man unweigerlich jedes Mal den selben dämlichen Kindergeburtstag beobachten. A mag B, C mag B, C mag A nicht, B mag D. All diese logischen Gleichungen sollen sich dann durch die Interaktion der einzelnen Subjekte mit Ritualen, also quasi von selbst, auflösen.
Die Rituale, die dabei benutzt werden, kommen einem Aussenstehenden sicher auch nicht viel anders vor, als jene, weilche unter den meisten warmblütigen Tierarten verbreitet sind. Oft kommt dann bei den Menschen auch noch dazu, dass C F bezahlt hat, um A zu verprügeln, und F aus Versehen B verprügelt.
Warum funktioniert soziale Kommunikation nur auf Umwegen?
Die Antwort ist: Diese Umwege sind der kleinste gemeinsame Nenner zwischen Menschen. Worte benutzen wir zwar auch alle, aber für jeden bedeuten sie etwas anderes. Dass ist ein wenig so, wie die Tatsache, dass niemand wissen kann, ob „Rot“ für einen anderen Menschen genauso aussieht, wie für einen selbst.
Anders ist es mit nonverbaler Kommunikation. Diese kann verschiedene wenige, doch bedeutsame Tatsachen transportieren, und das auch noch in stufenlosen Abstufungen. Stufenlose Abstufungen? Klingt irgendwie dumm, aber ihr wisst schon, was ich meine.
Wenn ich jemandem die Hand gebe, kann ich zum Beispiel dadurch Respekt zollen, Freude ausdrücken, meine Überlegenheit demonstrieren, noch so einiges mehr und beliebige Abstufungen. Das Gleiche gilt für Körperhaltung, Blicke, den Tonfall der Stimme und ähnliches.
Was bei dieser Kommunikation allerdings auf der Strecke bleibt ist das Warum. Und das ist es m. E. was zu so vielen Verwicklungen führt. Das zu transportieren, dazu ist Sprache geeigneter, auch wenn die Wortbedeutungen von Sprachnutzer zu Sprachnutzer verschieden sind.
Ohne den rechtzeitigen Einsatz von verbaler Kommunikation, verkommt jeder kompliziertere soziale Handlungsablauf zwischen Menschen zu einem dämlichen Kaninchenkindergeburtstag.
Also REDET miteinander.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Zwischenmenschliches | Schlagwörter: ,
Mrz
22
2009
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Die einzigste Zeugin

Falsches Deutsch, schon klar. Aber wenn schon alle „einzigst“ benutzen, kann man dann nicht vielleicht doch einen Sinn herkonstruieren?

Für alle die wo nicht wissen: Einzig bezeichnet ja schon eins alleine, wie kann dann etwas noch einziger, geschweige denn „am einzigsten“ sein?
Geht irgendwie nicht.
Aber nehmen wir mal das beliebte Beispiel Richter Alexander Holt:
Es sitzen für vier Fälle jeweils vier einzige Zeuginnen. Zwar sind alle Zeuginnen, aber alle für verschiedene Fälle, also alle einzig. Sind jetzt drei dieser Zeuginnen einziger als die vierte, wenn diese krank zuhause bleiben muss, und nicht kommen kann?
Und wenn alle bis auf eine einzige Zeugin von der Mafia erschossen werden, ist diese dann „einzigst“?
Vielleicht sollte ich nicht hier schreiben, wenn ich offensichtlich Fieber habe…

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter: ,
Mrz
20
2009
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Individuelle Betrachtungen

Okay, ich war gestern wieder in Schleswig im Ela, und da sind mir wieder mal so einige Sachen aufgefallen. Warum sich neue Subkulturen bilden, ist nicht weiter verwunderlich: Irgendwann wird jede Subkultur alt und deren Mitglieder auch. Jugendliche sind aber gerne originell und neu, und schon wird ein neuer „Club“ gegründet.
Dass sich diese neue Subkultur durch eine spezielle Art der „individuellen Kleidung“ abzugrenzen versucht ist auch klar. Warum allerdings, sieht diese Individualität nur aus, dass alle zum verwechseln ähnlich gekleidet sind? Es ist ja sogar noch schlimmer: Oft kann man Angehörige verschiedener Subkulturen nicht mehr auseinander halten.
Emos und Grufties zum Beispiel. Wo ist da der große Unterschied? Beide tragen vornehmlich schwarz, mögen geschminkt sein oder nicht, finden alles tote cool, und hören seltsame Musik. Auch frisurentechnisch gibts da Überschneidungen, wenn man mal von solchen absieht, die sich riesige Plastik-Fraggle-Frisuren aufsetzen.
Also warum sind das verschiedene Subkulturen, und warum können die einen die anderen nicht leiden? Vielleicht gerade weil sie sich so ähnlich sind.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Zwischenmenschliches | Schlagwörter: , ,
Mrz
03
2009
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Von der Zukunft der Menschheit, wenn es denn eine geben sollte

Gna! Man fragt sich, wo das noch alles hinführen soll.
Weltwirtschaftskrise – schon wieder, oder immer noch, je nachdem – eine Regierung die uns nach und nach die Grundrechte wegdiskutiert, und dabei Amokläufe und eine schwammige Bedrohung durch den sogenannten Terrorismus als Argumente vorschiebt. Dann noch eine kommende EU, die von Leuten regiert wird, die keiner gewählt hat, und die wirtschaftliche Bedrohung durch China, die intellektuelle Bedrohung durch die USA und die Gasabdrehbedrohung durch Russland.
Was zum Henker kommt als nächstes? Landen vielleicht noch Aliens, die uns versklaven oder in die Luft sprengen wollen? Oder kommen die Dinosaurier zurück?

Ich bin mal gespannt, ob die Weltwirtschaft tatsächlich zusammenbricht, wie viele Wirtschaftsheinis schon prognostizierten. Und ich bin gespannt, wie es danach weitergeht, und ob überhaupt.

Bis dahin kann man aber wohl sagen, dass ich mit der Gesamtsituation unzufrieden bin, und mir die 80er zurückwünsche. Da gabs noch Vollbeschäftigung, und die Gewissheit, dass wir die guten sind, und der Russe böse. Heutzutage ist Aussenpolitik scheinbar eher ein Glückspiel.

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